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Den Kuckucksmarkt-Flyer 2016 (986 KB)können Sie hier herunterladen. 


„Trau mich gar nicht, von Senioren zu sprechen“

Nicht nur in musikalischer Hinsicht: Die Fitness des Seniorenblasorchesters Bad Friedrichshall überrascht auch den Bürgermeister

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. September 2016 - Markus Deschner

Das Seniorenblasorchester aus Bad Friedrichshall unterhielt am Dienstag im Festzelt auf dem Kuckucksmarkt nicht nur ältere Gäste. Foto: Marcus Deschner

„Das hier ist für uns auch ein bisschen Therapie machen“, lacht Willi Rittenauer.DerfreundlicheMannmit den weißen Haaren ist der Dirigent des Seniorenblasorchesters Bad Friedrichshall. Das unterhielt am Kuckucksmarkt-Dienstag im großen Festzelt wieder nicht nur ältere Gäste. „Zum fünften oder sechsten Mal sind wir hier“, erinnert sich der Dirigent. Und man komme immer wieder gerne von der gut 40 Kilometer entfernten Bergwerksstadt in die alte Stauferstadt.

Der Kontakt zwischen den Markt-Verantwortlichen und dem Blasorchester wurde seinerzeit von Brauereivertreter Roland Brandt hergestellt, der die Musiker durch seine Tätigkeit kannte. Das Orchester zählt 23 Mitglieder, die allesamt Rentner sind und einen Altersdurchschnitt „von ungefähr 75 Jahren“ haben. Die ältesten Aktiven zählen gar schon 88 Lenze. Sie kommen nicht nur aus Bad Friedrichshall, sondern aus fast dem gesamten Landkreis Heilbronn. Jeden Montag trifft man sich, um zwei
Stunden lang zu proben. Anschließend wird noch in gemütlicher Runde zusammen gesessen und „die Kameradschaft gepflegt“.

Etwa 300 verschiedene Musikstücke haben sie im Programm. „Die ganze Palette populärer Volksmusik eben“, wie es Rittenauer ausdrückt. Mit einem Potpourri gibt’s anschließend „musikalischen Blütenduft“ im Zelt, in dem mittlerweile auch eine stattliche
Gruppe aus dem „Lebensrad“ Platz genommen hat. „Spanish Eyes“, „Griechischer Wein“ und weitere populäre Schlager folgen. Nicht fehlen darf natürlich der „Glück-Auf-Marsch“ der Musiker aus der Salzbergwerksstadt. Honneurs an Ernst Mosch. Mit dem „Jäger aus Kurpfalz“ gehen die Musiker dann in die letzte Stunde ihres knapp vierstündigen Auftritts, für den es viel Applaus gibt.

Begeistert ist ein weiteres Mal auch Bürgermeister Peter Reichert: „Ich traue mich gar nicht, hier von Senioren zu sprechen, weil sie alle noch so fit aussehen“, dankt das Stadtoberhaupt auf der Bühne den Musikern „für die hervorragende Unterhaltung“. Und hofft darauf, „dass sie noch viele Jahre wiederkommen“.

Der nächste Auftritt der aktiven Senioren steht übrigens auch schon fest. Am Montag, 17. Oktober, wird man die Gäste auf dem Oktoberfest in Bad Rappenau unterhalten.


Marktheimkehrer liefern sich Rangelei

Insgesamt zieht die Polizei aber positive Bilanz des Kuckucksmarkts

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. September 2016 - Polizei

Dieser Abschluss des 81. Eberbacher Kuckucksmarkts ließ am Dienstagabend nichts zu wünschen übrig: das große Brillantfeuerwerk ließ die Begeisterung sprühen. Foto: Stefan Weindl

Eine sehr positive Bilanz des gestern zu Ende gegangenen Kuckucksmarkts ziehen die Beamten des Polizeireviers Eberbach. Das seitens der Stadt Eberbach mit allen „Blaulichtorganisationen“ – also DRK, DLRG, THW, Feuerwehr, Notarzt und Polizei – abgesprochene pro-aktive Sicherheitskonzept und das gelungene Auftreten des eingesetzten Sicherheitsdienstes haben das Sicherheitsgefühl der im Marktgelände arbeitenden und feiernden Menschen gestärkt. Und dies, soweit während der zahlreichen Fußstreifen wahrnehmbar, ohne die gute Stimmung der Festbesucher einzuschränken, resümiert Gerd Lipponer: „Der 81. Kuckucksmarkt war aus polizeilicher Sicht auf die vorher- und unvorhersehbaren Ereignisse ein guter“.

Nachdem sich schon am Kuckucksmarkt-Wochenende die polizeilichen Einsätze in Grenzen gehalten hatten (wir berichteten), ging es auch danach entspannt weiter. Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag kam es zu einem Diebstahl von Verkehrsleitbeschilderung in der Brückenstraße, vor Einmündung in den Kreisel in Höhe der Mehrzweckhalle. Unbekannte haben zum Nachteil der Stadt Eberbach das dortige Verkehrszeichen mit Zusatzschild, das auf die Parkräume des Kuckucksmarktes bzw. auf deren Belegung hinweist, entfernt. Die Tat wurde nach intensiver Absuche des gesamten Bereiches am Montagmorgen bestätigt. Der Diebstahlsschaden beträgt rund 100 Euro. Die Ermittler des Polizeireviers bitten Zeugen oder Hinweisgeber
zu melden.

Aufgegangen ist das Sicherheitskonzept zum Kuckucksmarkt, Sicherheitsdienst und Polizei kooperierten erfolgreich. Foto: Hofmeyer

Zu einer „unerlaubten Ansammlung“ kam es am frühen Dienstagmorgen auf Beckstraße und Neckarbrücke. Spätheimkehrer des Kuckucksmarktes und Gäste, die nach Eintritt der allgemeinen Sperrzeit um 3 Uhr aus den umliegenden Gaststätten auf dem Nachhauseweg waren, trafen zu diesem Zeitpunkt in einer Größenordnung von etwa 50 Personen auf dem Gehweg und zum Teil auf der Fahrbahn aufeinander. Vereinzelt kam es dabei zu alkoholbedingten Auseinandersetzungen. Ein 23-jähriger wurde durch einen Faustschlag verletzt. Mehrere Polizeistreifen waren notwendig, weil uneinsichtige Personen mehrmals zum Gehen aufgefordert werden mussten, bis sich das Verkehrshindernis bzw. die Gefahrenstelle endlich aufgelöst hatte und wieder Ruhe einkehrte. Ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung wurde eingeleitet.


70 Rindviecher beim Schönheitswettbewerb

Fleckviehrinderschau beim Kuckucksmarkt prüft Harmonie und Proportion – Sieger kommen aus Spechbach und Oberdielbach

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 31. August 2016 - Martina Birkelbach

Anna-Lena (9) bürstet voller Hingabe ihr eineinhalbjähriges Rind „Lucie“.

Hingebungsvoll krault und bürstet die siebenjährige Anna-Lena Lessle aus Neunkirchen/Neckarkatzenbach Nummer 21. Nummer 21 heißt Lucie und ist „ein Jahr und ein knappes halbes“ alt. Anna-Lena ist zum ersten Mal bei der Fleckviehrinderschau dabei. Warum sie aus den rund 100 Rindern des Betriebs ihres Vaters Wolfgang Lessle ausgerechnet Lucie ausgewählt hat ist ganz klar: „Sie ist von den Flecken her sehr schön, und sie legt sich nicht immer so in den Dreck“.

70 Rindviecher – allesamt Kühe, also Damen – zehn Ringe (so heißt der „Laufsteg“ dieser Bewertungsschau), über drei Stunden harte Arbeit: gegen 13 Uhr stehen gestern die zwei Sieger der Fleckviehrinderschau 2016 im Rahmen des 81. Kuckucksmarktes fest: Nummer 22 der Freud-Jungmann GbR aus Spechbach belegt den ersten Platz in der Kategorie Jungrinder; Nummer 60 von Michael Henrich aus Waldbrunn/Oberdielbach ist das beste tragende (oder frisch besamte) Tier.

Mit einem lauten „Muh“ danken die beiden Tiere, als ihnen Bürgermeister Peter Reichert die Pokale überreicht. Vier Ringe mit Jungrindern (die noch nicht gekalbt haben) und sechs Ringe mit den älteren liegen hinter den Preisrichtern Markus Werner (Zuchtinspektor Rinderunion Baden-Württemberg) und dem Landwirt Eckhard Sperr aus Satteldorf.

Die Sieger – Rind Nummer 22 (r.) von der Freud-Jungmann GbR in Spechbach und Rind Nummer 60 (l.) mit Michael Henrich aus Oberdielbach – sowie Bürgermeister Peter Reichert (r.) und den Preisrichtern Markus Werner (l.) und Eckhard Sperr (2.v.r.).

Oft fiel ihnen die Entscheidung nicht ganz leicht, aus jedem Ring eine Siegerin zu prämieren. Geprüft wird die Bemuskelung, die Fundamente – also die Beine – der Körperbau und die Euteranlage. „Insgesamt muss die Kuh eine gewisse Harmonie ausstrahlen, und die Proportionen müssen passen“, erklärt Werner.

Und auch wenn sie nicht Ringsiegerin wird, weil sie noch nicht so ausgereift ist, erhält sie besonderes Lob für ihren Gang. Die ersten Teilnehmer sind schon gegen 8.30 Uhr in das Sportgebiet in der Au angereist. Darunter auch Walter Mehl aus Buchen/Unterneudorf mit mehreren Rindern. „Wir haben um sechs Uhr aufgeladen“, sagt Erkan Aydin, der ihn begleitet. Sieben Rinder haben sie dabei, „mehr war zeitlich und auch logistisch einfach nicht möglich“. Zwei Wochen lang haben die beiden mit den Rindviechern das „Laufen geübt“, dann wurde das Waschen und Bürsten trainiert, denn alle wollen sauber in den Ring. Mit dabei ist natürlich auch Siegfried Hess aus Schönbrunn, der seit Jahren gemeinsam mit der Stadt Eberbach Hauptorganisator
der Schau ist. Neben seinen am „Schönheitswettbewerb“ teilnehmenden Rindviechern hat er auch drei Kälber und drei Kühe zum Anschauen mitgebracht.

Schwanz hoch und die Euteranlage von allen Seiten betrachtet. Die Preisrichter schauen ganz genau hin, auch wenn das nicht jedem Rindvieh gefällt.

Kälbchen Paul beispielsweise ist gerade mal erst zwei Wochen alt, und auch wenn er fast die gesamte Veranstaltung verschläft, freuen sich insbesondere die Kinder an seinem Anblick. Kinder gibt es übrigens viele, die in die Au gekommen sind. Ebenso sind viele externe Züchter anwesend oder Bürger, die einfach nur mal schauen wollen. Neben Lessle, Mehl und Hess sowie den Siegern Freud-Jungmann und Henrich gehören Arnold Heck aus Limbach-Wagenschwend und Otto Hennegriff aus Limbach-
Balsbach zu den Teilnehmern. Mit dabei ist auch Matthias Ruck von der Rinderunion. Er ist für die schriftliche Organisation zuständig.

Nicht jedes Rindvieh will so, wie sein Besitzer es will. Der Lauf im Ring kostet ganz schön Kraft. Fotos: Martina Birkelbach

Am Ende des sonnigen und nicht zu heißen Vormittags freuen sich alle Rindviecher über Plaketten, die zehn Ringsieger über kleine Pokale und Nummer 22 und 60 natürlich über die großen Pokale, die wie auch „Antriebsgelder“ von der Stadt und zahlreichen Sponsoren gespendet wurden. Anna-Lena krault weiter Lucie und freut sich über die Plakette und das Extralob.


Bei „Atemlos“ bleibt allen die Luft weg

Karaokeparty auf dem Kuckucksmarkt bringt die Massen in Stimmung – Souveräner „Lungo“

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 31. August 2016 - Markus Deschner

Hätten das begeisterte Publikum ohne weiteres auf die Tische getrieben, die Flames der Eulenspiegel – aber das wusste der Moderator denn doch zu verhindern. Foto: Marcus Deschner

Draußen drängten sich Menschenmassen übers Festgelände in der Au, drinnen ging buchstäblich die Post ab: Zum achten Mal lud die KG Kuckuck auf dem Kuckucksmarkt zu „Lungos Karaokeparty“ in ihr Mostzelt.

Hochstimmung herrschte schon zum Auftakt, Sitzplätze waren schon nach kurzer Zeit so gut wie keine mehr zu ergattern. Das Zelt war brechend voll. Gewohnt souverän moderierte „Lungo“ Bernhard Walter die Veranstaltung. Er brauchte nicht lange zu warten, bis die ersten Wunschtitel aus dem Publikum per Zettel bei ihm auf der Bühne abgegeben wurden. Das Equipment hatte man wieder vom Karaoke-Express Mannheim. Roland Hauch und Heinz Schneider steuerten die moderne Technik.

Und schon ging’s zur Sache. Nicht nur Songs von Robbie Williams oder den Spice Girls wurden lauthals zum Besten gegeben. Auch viele deutsche Titel aus den vergangenen Jahrzehnten kamen wieder zu Ehren. Da durften auch Henry Valentinos „Im Wagen vor mir“ oder Wolle Petrys „Waaahnsinn“ nicht fehlen. Oder der „Griechische Wein“ von Udo Jürgens und die „99 Luftballons“ von Nena.

Die „Flames“ von den Rockenauer Eulenspiegeln trällerten „Atemlos“ von Helene Fischer, das Publikum hielt’s nicht mehr auf den Bänken. „Da hab’ ich keinen Puls, aber steht bitte nicht auf die Tische“, musste „Lungo“ mahnen. Doch diesmal ging im
Gegensatz zum Vorjahr auch keine Bank wegen Gewichtsüberlastung zu Bruch.

Smartphones wurden gezückt, Feuerzeuge in die Luft gehalten. Der Most aus dem „Bembel with care“ floss bei der Hochstimmung in Strömen, dazu schmeckten den Gästen Handkäs mit Musik und andere deftige Spezialitäten noch besser als sonst. Insgesamt 55 Songs, oder wie die Karnevalisten sagten „fünf mal elf Lieder“ wurden von Interpreten und Publikum gemeinsam gesungen.

Als „Highlight“ dann zum Abschluss „Time of my Life“ aus dem Film „Dirty Dancing“, das Tina Kämmler und Heinz Schneider im Duo sangen. „Sensationell“, verkündete „Lungo“. Doch dann war Schluss, um Viertel nach Eins wurde der „Saft“ abgedreht, die Gäste heim. In der Gewissheit, dass es auch beim Kuckucksmarkt im kommenden Jahr eine derartige Veranstaltung geben wird.


Geplumpst und am Kopf verletzt

Kuckucksmarktbilanz fällt überwiegend positiv aus

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 29. August 2016 

Friedlich gefeiert haben die Kuckucksmarktbesucher am vergangenen Wochenende. Aus Sicht der Polizei wurde auch überwiegend beachtet, dass bei tropischen Temperaturen Alkohol eher schlapp als fröhlich macht, so Gerd Lipponer in einer ersten Marktbilanz.

Zu sehr dem Alkohol zugesprochen hatte ein Heranwachsender, der am frühen Samstagmorgen das Marktgelände zur Pleutersbacher Straße hin, in Höhe des Zugangs zum Schwimmbad, verlassen wollte. „Wie ein Stein“, so Zeugen, rollte er urplötzlich die dortige Böschung herunter, fiel über eine Mauer auf ein Schaustellerzelt und von diesem mit dem Kopf voraus auf den Weg zum Schwimmbad. Dabei verletzte er sich am Kopf und blieb bewusstlos liegen. Bis zum Eintreffen des Notarztes war er allerdings schon wieder ansprechbar, verweigerte jedoch medizinische Hilfe. Rettungsdienst und Polizeibeamte konnten ihn jedoch umstimmen und er wurde in die Eberbacher Klinik verbracht.

Am Samstag gegen 19 Uhr wurden in der Nähe der Berg- und Talbahn „Starlight Express“ aus einer abgestellten Handtasche zwei Smartphones entwendet.: ein dunkelblaues Samsung S3 Mini und ein schwarzes Samsung Galaxy A5/2016 in schwarz. Sie gehören zwei fünfzehnjährigen Mädchen, die mit der Berg- und Talbahn ihre Runden gedreht hatten. 35 Euro Bargeld wurden ebenfalls aus der Tasche entwendet. DerDiebstahlsschaden beträgt ca. 800 Euro. Die unverzügliche Nachschau und erste Fahndungsmaßnahmen verliefen ohne Erfolg. Das Polizeirevier Eberbach bittet Hinweisgeber, sich unter Telefon (0 62 71) 921 00 zu melden. Gleichzeitig bitten die Beamten, Taschen während der Benutzung von Fahrgeschäften nicht unbeaufsichtigt
abzustellen sondern, wenn Wertsachen nicht während der Fahrt mitgenommen werden können, besser die Betreiber der Fahrgeschäfte wegen der Aufbewahrung anzufragen.

Die Rettung einer 18-jährigen Kuckucksmarktbesucherin am Samstagabend sorgte für Aufsehen.Die junge Frau hatte sich im Zentrum des Marktgeländes in einem Karussell vergnügt. Nachdem sie dieses selbstständig zu Fuß verlassen hatte, brach sie ohne erkennbares Fremdverschulden plötzlich bewusstlos zusammen. Mitarbeiter der Security waren in der Nähe und kümmerten sich sogleich, zusammen mit einem sich zufällig als Gast dort aufhaltenden Polizeibeamten, mit Erste-Hilfe-Maßnahmen um die Ohnmächtige. Durch die ebenfalls unmittelbar dazu kommende Fußstreife der Polizeisonderwache wurde eine Rettungsgasse für Notarzt und Rettungswagen umgesetzt. Nachdem die 18-Jährige wieder zu sich gekommen war, wurde sie vorsorglich im Krankenhaus aufgenommen.


Kinderspaß hoch zehn

Beim Kinderfest auf dem Kuckucksmarkt gab es mal wieder nur Gewinner

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 30. August 2016 - Ellen Wartner

Immer schön im Gleichschritt bleiben: Rasenski sind gar nicht so leicht zu bewegen. Aber der Spaß dabei belohnt die Mühe.

Lange Schlangen vor den Spielständen, mit Geschenken voll beladene Tische. Das ist jedes Jahr so zu Beginn des Kindernachmittags beim Kuckucksmarkt. Damit die Geduld der Kinder (und Eltern) nicht überstrapaziert wurde, hatte Bürgermeister Peter Reichert schon fünf Minuten vor dem offiziellen Beginn das Startzeichen gegeben. Vorher sagte er jedoch den Schaustellern, die allesamt Sachpreise oder Bares für Preise gestiftet hatten, herzlichen Dank. Ohne diese noble Geste hätte die Stadt selbst tief in die Tasche greifen müssen.

Nicht weniger herzlich bedankte er sich bei den vielen Helfern an den Spielständen. Weil in diesem Jahr die meisten Mitglieder des Jugendchors „Voices of heaven“ zu einem Gastbesuch nach Amerika gefahren waren, hatten sich Mitglieder der Karnevalsgesellschaften Urmel und Eulenspiegel, vom TVE und vom Pfadfinderstamm Goten zur Mithilfe angeboten und unterstützten nach Kräften die städtischen Mitarbeiter. So klappte alles wie am Schnürchen.
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Zehn Spielstationen waren zu bewältigen. Ganz gleich wie, am Ende erhielt jeder ein kleines Geschenk. Über die große und die kleine Rolle rutschen schafften fast alle. Was machte es schon, wenn mancher oder manche dabei gleich nach Beginn seitlich abrutschte und in den Sand fiel. Den Kletterbaum bis um Kranz erklimmen war da schon deutlich schwieriger. Da kamen die allermeisten nur mit Schiebung von unten hinauf. Einen Preis erhielt anschließend jeder.
Apropos Preise: man konnte auswählen zwischen Sachpreisen wie Kappen, Regenmänteln, T-Shirts, Kuscheltieren, kleinen Spielen und Gutscheinen für Snacks, Getränke, Eis oder Chips für ein Karussell.

Den Kletterbaum zu schaffen, war oftmals nur mit „Schiebung“ möglich. Fotos: Wartner

Viel Gaudi bereitete das Rasenskilaufen zu zweit oder zu dritt. Dabei musste man höllisch aufpassen, dass man immer im Gleichschritt blieb und nicht stürzte. Wie zu Omas Zeiten bereiteten auch Sackhüpfen, Eierlaufen, Topfschlagen und der 50-Meter-Lauf viel Vergnügen. Und nicht nur die größeren Kinder hatten Spaß an den Ballspielen. Nach gut einer Stunde waren die Geschenkeberge schon sichtlich abgeschmolzen und die Schlangen vor den Spielestationen waren kürzer. Beim Nachhause gehen durfte jedes Kind noch seinen Gutschein von der Stadt für ein Getränk und ein Eis einlösen.


Gaudi-Olympiade zieht ihr Publikum an

Trotz Teilnahme weniger Mannschaften bewährt sich beim Kuckucksmarkt der zweite Trachtenabend mit Vereins-Bierzeltwettkampf

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 30. August 2016 - Felix Hüll

Für die Baumsäge-Disziplin hatte beim Bierzelt-Wettkampf der Club Eulenspiegel als eines von acht Teams Sebastian Backfisch und Julian Kohler gemeldet. Roland Brandt, Peter Reichert und Gerhard Rebscher hielten das Holz, und Moderator Ralph Brenneis gab den Teams Tipps zum richtigen Umgang mit der Ziehsäge. Fotos: Felix Hüll

Was macht Bayern als Marke aus? Selbstbewusste Eigenständigkeit – ja, dazu gehören auch die Krachlederne, stramme Waden und das „Deandl“ mit „viel Holz vor der Hütten“. Aber vor allem zählt, dass Bayern stolz darauf sind, weltweit als einmalig urig (an)erkannt zu werden. Dieses Gefühl im Odenwald perfekt getroffen zu haben ist Verdienst der (Mit-)Macher beim nun schon zweiten Bierzelt-Wettkampfabend mit Trachten zum Kuckucksmarkt.

Ein Festzeltwirt muss zusehen wie er die Bänke an den Tischen füllt. Das gilt vor allem in Zeiten, in denen ein Bierzeltbesuch nicht mehr so in Mode ist wie vielleicht früher einmal. Und es gilt um so mehr, als derart hohe Temperaturen wie derzeit niemand in ein Zelt ziehen. So organisiert Wirt Gerhard Rebscher zusammen mit Roland Brandt von der Distelhäuser-Brauerei Programm, zu dem seit 2015 auch der Bierzeltwettbewerb für Vereine und Gruppen gehört. Wer in Tracht kommt, erhält ein Freigetränk,
alle erhalten ein „Oktoberfest-“Spektakel im Spätaugust. Waren beim Auftakt 13 Mannschaften gegeneinander angetreten, kamen zur Wiederholung der Gaudi-Olympiade acht Teams zum „Nageln“, „Bierkrug-Curling“, „Baumstamm-Sägen“ und der „Königsdisziplin Maßkrug-Stemmen“. Egal, mit welchen der fünf Vokale man die Urlaute beschreiben mag, mit denen die einzelnen Mannschaften ihre Rundenteilnehmer anfeuerten, sie verfehlten ihre Wirkung nicht: vor allem Dartclub, VfBler und SVler spornten ihre Wettkämpfer an. Die Konkurrenten aus KG Kuckuck, KG Urmel, Club Eulenspiegel, Skiclub Grummer Stegge und HG Eberbach benötigten hier weniger Schallunterstützung.

Was aber in der Festzelt-Saunaluft vom Sonntagabend vielleicht schon ab der zweiten Bierbankreihe gar nicht mehr so richtig wahrzunehmen war: es ist gar nicht so einfach, mit dem Rohrrand des besonderen „Hammers“ einen Nagel nach dem andern ins Holz zu treiben, einen an sich schweren Bierkrug nichtzulangsamundauchnichtzuschnell in die in Zentimetern bemessene Zielzone zu schieben oder an der Ziehsäge schnell die richtige Technik und den Akkordrhythmus zu finden. Kraft allein verhilft noch nicht zum Sieg. Kraft der Armmuskulatur und des Willens ist hingegen gefordert beim möglichst langen Festhalten eines gefüllten Maßkrugs Bier mit ausgestrecktem Arm. Nach dem Sieg des Dartclubs 2015 gefolgt vom Skiclub und den „Urmeln“ gewann dieses Jahr die KG Kuckuck als Hauptpreis das Sommerfest für 20 Personen, die Urmel einen Gaststättenbesuch für das Wettkampfteam und der Dartclub ein 30-Liter-Freibierfass.

Erfahrung mit dem Mikrofon-Ständer attestiert Bandleader und Trompeter Stefan Persch dem Dirndl-„Deandl“ Sonja.

Zu den Wettkampf-„Disziplinen“ lieferten die Festzeltbedienungen Deftiges wie Flüssiges an die Tische. „Deftig“ ist auch so eine Handelsmarke Bayerns, und man versteht den Erfolg der Stimmungsband „Die Filsbacher“ um den stimm- und Gesten-gewaltigen Bandleader Stefan Persch: diese „rockigste Versuchung, seit es Schlager gibt“ (Eigenwerbung) kommt mir ihrer gecoverten deutschsprachige Musik und den neckischen bis anzüglichen Einlagen gut an, sei es bei den auf die Bühne gebetenen Meike und Eva-Maria oder bei der im Publikum aufgesuchten Sonja wie bei den Zeltgästen insgesamt. Angela Kohse und Andreas Lapp aus Eberbach sind zwei Davon. Ihnen gefällt’s ebenso wie Marion Gärtner aus Schönbrunn, letztere trägt  gar ein Original-Dirndlkleid aus Ramsau im Berchtesgadener Land.

Die eingangs vom Bürgermeister Peter Reichert durch eine Sprinteinlage geförderte La-Ola-Welle sei als „Neuheit 2016“ ebenso noch erwähnt wie die Überlegung von Roland Brandt, 2017 zum dritten Bierzelt-Wettbewerb auch Teams aus Orten der Umgebung mit zuzulassen.


Mit sinkender Temperatur steigt die Laune

Der Pulsschlag auf dem Eberbacher Kuckucksmarkt wird am Wochenende von Hoch Gerd bestimmt – Ein Rundgang

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 29. August 2016 - Elisabeth Murr-Brück


Für viele Kuckucksmarktbesucher ist der Jahrmarkt ein Fixpunkt im Terminkalender: Hier trifft man sich garantiert einmal im Jahr. Im Bild ein Mädelstreff. Die Frauen kennen sich seit Grundschultagen. Foto: emb

Perfekter kann ein Sommertag kaum sein: Sommer, Wochenende, mittags ins Schwimmbad, abends Kuckucksmarkt. Den Händlern und Schaustellern allerdings hat die Sonne das Geschäft und die Laune verhagelt. Beim Roten Kreuz hilft man sich mit Vernebelungstaktik. Im Wagen ist es stickig und schwül, draußen unerträglich heiß; Sprühnebel aus einer Blumenspritze bringt Erleichterung für ein paar Sekunden. Der Security-Mitarbeiter ist noch frisch, hat grade erst angefangen. Ohne Taschenkontrolle kommt niemand durch, niemand hat etwas dagegen: „Find ich gut“, ist immer wieder zu hören.

Am frühen Abend sind die Besucher bester Laune, der Uhrenverkäufer aber meint gallig: es kann nur noch besser werden. Sein einziges Geschäft an diesem Tag hat er mit dem Nachbarn vom Süßwarenstand gemacht, beide sind sich einig: es hätte gereicht, wenn sie um sechs aufgemacht hätten. Mit Einbruch der Dämmerung füllt sich der Marktschnell, es ist jetztangenehmwarm, perfekt zum Flanieren. Die Stände der Fressmeile sind gut besucht, fast alle Tische besetzt. Zum Kaffee ein Stück Marmorkuchen (heute Mittag frisch gebacken), das auch für drei reichen würde. Es ist die zweite Station für Claudia, Tanja, Simone und Silke, Freundinnen seit Grundschulzeiten, Claudia ist die einzige, die nicht von hier ist und als einzige hier wohnt. Das Treffen auf dem Kuckucksmarkt ist ein Fixpunkt im Terminkalender mit festem Ritual: „Erstens das kulinarische Angebot ausprobieren („damit wir eine ordentliche Grundlage haben“), dann Kaffee und Cocktail; das Fischbrötchen später auch ein Muss.

Fisch vom Feinsten wäre der Flammlachs, am offenen Feuer sanft geröstet. In der Hitze geröstet wurde vor allem der Mann, der ihn zubereitet, in zehn Stunden hat er gerade zehn Stück verkauft. Im Mostzelt gegenüber gibts Musik, Erbsensuppe und Handkäs, alle Tische sind besetzt, Oktoberfest-Stimmung. Gleich daneben wieder mehr von Kater. Seit 45 Jahren verkaufen Gabriele und Rudolf Kleinknecht, was man im Haushalt so braucht – Messer und Ohrreiniger, Zeckenzange, Hosenträger und Haken, Gürtel, Kurz- und Stahlwaren. Der Markt hat sich sehr verändert“, stellen sie fest; mehr Festbesucher, weniger Käufer, und die Eberbacher wollen billig kaufen. Als Marktbeschicker muss man sich Eberbach leisten können, sagen sie: es ist der teuerste Platz, den sie besuchen: „In Bad Neuenahr zahlen wir weniger als die Hälfte und verdienen mehr als doppelt so viel“.

Hoch Gerd und die Hitze hielten Besucher des Rummelplatzes tagsüber meist fern. Doch mit Einbruch der Dunkelheit strömten die Massen in Fahrgeschäfte und Zelte. Foto: Hofmeyer

Eierlegende Wollmilchsau: Das war die längste Inschrift, die Gheorghe Vasilache mal abverlangt wurde, eine echte Herausforderung. Der gelernte Zahntechniker fräst Dekore und Inschriften in Gläser und Becher, bunte Kaffeetassen mit Namen sind der Renner, 8,50 kostet eine, egal ob Tim oder Thimoteus draufstehen soll. „Man muss davon leben“, sagt seine Frau, „das ist manchmal ein hartes Brot.“ Dem Reinigungsmittel-Verkäufer stinkt’s, sein Verkaufspult steht direkt über einem Gully, wegen der Geruchsbelästigung verzichten die meisten Interessenten auf eingehende Beratung. „Drei mal wurde von den Veranstaltern schon jemand geschickt, um sich das anzuschauen, passiert ist nichts.“

Der Schießstand ist für Selina und ihre Freundin Jaqueline eine Art Running Gag, sie haben eine Dauerwette laufen, wer besser trifft. Für die Ex-Eberbacherinnen ist wie für Viele der Kuckucksmarkt der Ort, wo man sich zuverlässig einmal im Jahr trifft. Sie lieben das Jahrmarkt-Feeling, Rummel wie man sich ihn vorstellt. Dass es bei den Fahrgeschäften nicht gerade leise zugeht, liegt in der Natur der Sache: die markigen Ansagen gehören hier einfach dazu, sollen Kunden anlocken, die Spannung steigern und den Fahrgästen richtig gute Laune machen. In dem Trubel fällt der abgedeckte Kinderwagen neben dem Kassenhäuschen gar nicht auf, darin schläft Jessica Nickel, Schaustellerkind der 8. Generation, ihre Mutter aus der Schausteller-Dynastie Henn rechnet es genau nach. Den Wagen hat sie im Blick, sie ist selbst auf und mit dem Rummel groß geworden, Eltern und Geschwister sind gleichfalls hier auf dem Markt. Sie war vier, als sie ihren Mann zum ersten Mal gesehen hat, auf dem Erbacher Wiesenmarkt.In ihrer Familie sind 14, in der ihres Mannes 17 im Schaustellergeschäft tätig, für sie gehört der Kuckucksmarkt zum Leben und sie gehören zum Kuckucksmarkt, egal wie das Wetter ist.


Ein „Wandergesell“ wirbt fürs Fest in der Au

Mit Familiennachmittag, Operetten-Tenorrolle und mit sechs Schlägen auf den Freibierfass-Zapfhahn startet der 81. Kuckucksmarkt

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 27. August 2016 - Felix Hüll

Doppelt musikalisch ist der 81. Kuckucksmarkt eröffnet worden: neben den traditionellen Klängen des Fanfarenzuges überrascht Bürgermeister Peter Reichert die Besucher des Freibieranstichs gestern Abend mit einem selbst gesungenem Einstieg in seine offizielle Begrüßungsansprache. Trotz der Spitzentemperaturen und der Ferienzeit sind die Bänke zu dieser Zeit im Festzelt schon gut gefüllt. Die Sommerhitze hat allerdings doch so ihre Auswirkungen.

Mehr Wasserflaschen als sonst üblich begleiten die Bierkrüge auf den Tabletts der Festzelt-Bedienungen. Den Durstigen schmettert Reichert seine Lobeshymne auf die Schönheit Eberbachs und das berühmte Kuckucksmarktgeschehen entgegen. Er hat dafür das Eingeständnislied des „Wandergesellen“ August Kuhbrodt aus Eduard Künnekes Operette „Der Vetter aus Dingsda“ eigens umgedichtet.

Reicherts Tenorrolle bringt ihm trotz der Mikrofonausfälle begeisterten Applaus ein, auch wenn er bescheiden nachschiebt, Hermann Prey und Rudolf Schock hätten dies wesentlich gekonnter darbringen können. Nach drei Schlägen und drei weiteren Justierklopfern fließt dann endlich das Freibier für die ersten Tausend Besucher. Für die Weiteren haben Festwirt und Brauereivertreter ausreichend Nachschub gegen Entgelt (die Maß zu 7,90 Euro) zur Verfügung.

Wer in Sozialen Medien ankündigt, mit nur einem Schlag anzuzapfen, erhält einen besonders unförmigen Zapfhahn – wie Peter Reichert, der dann sechsmal klopfte. Fotos: F. Hüll

Vor der offiziellen Eröffnung finden sich am Familiennachmittag mit den vergünstigten Fahrpreisen ab 15 Uhr erst nur spärlich Eltern und Großeltern mit ihrem Nachwuchs ein – es ist einfach zu heiß. Während kurz vor 15 Uhr schon die erste „Frischling“-Überfahrt gerade mal eine Handvoll Besucher den schnellen Weg über den Neckar bringt, befinden sich laut Stadtwerke-Bäderbetrieb um diese Zeit gut tausend Besucher im Freibad. Zwischen den Händlerständen und vor allem in der Gasse vor den Fahrgeschäften bleibt die Zahl der Familienbesucher überschaubar. Dennoch lassen die Schausteller ihre Maschinen laufen: neugierig beäugt werden die zwei Mädchen, die sich als eine der ersten in Matthias Mölters Freifallturm „Flash“ begeben haben. Sie tun ihren Zuschauern aber nicht den Gefallen – kein Kreischen ist zu hören, als sie aus 20 Metern Höhe des 38 Meter Gefährts bis knapp über den Boden sausen.

Bei Temperaturen weit über 30 Grad haben gestern die Neckarfähren-Pendeltouren des „Frischling“ begonnen, dessen Fahrplan Samstag und Sonntag bis in die Nacht reicht.

Ruhiger geht’s da die kleine Finja an: im Kinderkarussell dreht sie als eine der ersten Runden, begleitet von den Großeltern Karola und Bernd Knapp aus Hessisch-Igelsbach . „Wer soll sonst das Kind bespaßen, wenn die Eltern noch in der Arbeit sind?“ fragt Opa Bernd, und Oma Karola meint, dass Finja gleich schon den Marktauftakt erleben wollte, auch wenn sie am Samstag noch mal in die Au dürfe – dies sei der eigentlich Grund, jetzt schon hier zu sein, denn „so sensationell ist die Ermäßigung beim Familiennachmittag nicht.“

Stärker besucht hätte der Familiennachmittag gestern sein können – viele Kinder und Eltern weilten da noch im Freibad.

Mit Hitze, mit Konkurrenz durchs Mostzelt der KG Kuckuck und mit einem extrem sonnigen Standort zukämpfen hat Carmen von Fischke aus Limburg in ihrem Stand „Coffee ’n’ more“. Abdecktuch und Lichtblenden schützen die Süßigkeiten, aber wo sie im Vorjahr bereits die nächsten Kuchen in den im Stand integrierten Backofen geschoben hat, lässt Carmen von Fischke es 2016 cool angehen – das macht sie erst, wenn’s draußen kühler wird. Sie hat nämlich keine eigene Klimaanlage wie etwa Marie-Luise Wenderoth, Inhaberin des Stands „Stüß-Waffeln“. Ihre 30 Sorten Schokoküsse bleiben bei rund 18 Grad frisch und ansehnlich hinterm Tresenglas. Eine Kunststofffolie mit nur zwei kleinen Verkaufsluken verhindert den Temperatur ausgleich zu den fast doppelt so hohen Celsiusgraden draußen.Für kühlenden Lufthauch sorgen wenigstens die Fahrgeschäfte Musikexpress Starlight oder das gegen später ebenso umlagerte Rundfahrgeschäft „The Real Shake“.


Leinen los für den Kuckucksmarkt

Am Montag legte der Frischling in Eberbach an – Fähre schippert Marktgäste während des Volksfests über den Neckar

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 24. August 2016 - Martina Birkelbach 


Werner Reuters (r.) legt am Montag am Eberbacher Lauer an. Er hat den Frischling von Lampertheim für fünf Tage wieder in seine Heimatstadt Eberbach gebracht. Hermann Beisel (l.) und Markus Böhm empfangen und unterstützen. Fotos: Martina Birkelbach

16 Kilometer auf dem Rhein, wegen der Gegenströmung mit etwa sieben Kilometern in der Stunde, und dann mit rund zehneinhalb Stundenkilometern 58 Kilometer auf dem Neckar. Dazwischen sechs Schleusen. Neun Stunden von Lampertheim bis Eberbach sind Werner Reuters und Ehefrau Ursula am Montag geschippert. Um 7 Uhr sind sie los, gegen 16 Uhr sind sie am Montag angekommen.

Markus Böhm, Hermann Beisel, Werner Reuters und Eugen Emmig (v.l.) präsentieren das neue Werbebanner, das den Frischling von diesem Jahr an zieren wird.

„Der Frischling ist da, der Kuckucksmarkt kann kommen“, freut sich der zweite Vorsitzende des Fährvereins Nibelungenland, als er aus der frisch geputzten, mit neuem Dach und Werbeträger ausgestatteten, 80 PS starken Dieselfähre aussteigt. „Wir hatten eine optimale Fahrt mit wenig Verkehr und angenehmem Wetter. Und es haben uns unterwegs wieder viele Menschen zugewunken“, sagt seine Frau. Empfangen werden die beiden von Markus Böhm. Wegen der derzeit ausfallenden Zugverbindungen will der Abteilungsleiter der Verkehrsbetriebe bei den Eberbacher Stadtwerken sie dann auch mit dem Auto zurück nach Lampertheim fahren. Zum Empfang kommen Hermann Beisel vom Schifferverein und Eugen Emmig. Beide sind während des Kuckucksmarkts neben Reuters als Schiffsführer eingesetzt. Insgesamt sind während der fünf Tage sechs Kapitäne und etwa zwölf Helfer im Einsatz. Reuters übernimmt die erste Fahrt am Freitag um 15 Uhr; Nachtwächter Emmig hat logischerweise die erste Nachtschicht.

Der Frischling wurde laut Reuters von den Mitgliedern des Fährvereins extra für Eberbach „mit einer doppelten Ladung frischem Rheinwasser“ geputzt und geschrubbt. Außerdemhat die Fähre ein neues Dach bekommen: „Das war nach 25 Jahren undicht“, erklären Böhm und Reuters. Das neue Dach hat eine Dämmung; „da merkt man als Schiffsführer die Sonne nicht mehr so – es ist weniger anstrengend“. Rund 3500 Euro haben die Eberbacher Stadtwerke dafür ausgegeben. Außerdem wurde noch für etwa 500 Euro ein Werbeträger auf der Fähre angebracht, die dann ein Banner mit Werbung der Stadtwerke zieren soll. „Außerdem war Anfang Juni die Schifffahrtskontrolluntersuchungskommission da“, sagt Reuters, Abkürzung SUV, also eigentlich der TÜV bei Schiffen. Reuters: „Der SUV untersucht alle Schiffe und Teile, die mit der Schifffahrt zu tun haben.“

Diesmal stand der Steiger zur Untersuchung auf dem Programm. „Es gibt den Schwimmkörper, den Ponton und darauf die Landungsbrücke. Die Gesamtkonstellation ist der Steiger“, erklärt der Kapitän. Bei der alle fünf Jahre stattfindenden Prüfung wird äußerst genau vorgegangen: „Da kriecht im Wasser jemand oben rein und untersucht alles von innen.“ Beim Eberbacher Steiger jedenfalls wurde alles für „in Ordnung“ befunden: „keine Risse oder Löcher, Materialstärke noch vorhanden“. Reuters: „Bei Stahl im fließenden Wasser kann es zu galvanischen Reaktionen kommen, aber es ist alles okay.“ Der Frischling selbst hat im vorigen Jahr seine SUV-Untersuchung bestanden. Heute werden laut Böhm die Steiger an der Anlegstelle beim Freibad und an stadtnahen Uferseite aufgebaut und montiert. Am Freitag wird Reuters den Frischling zur ersten Fahrt vom derzeitigen Standort direkt am Lauer weiter zum eigentlichen Einsatzort schippern. Und dann kann es los gehen! Die ersten Kuckucksmarktgäste können das beliebte Volksfest mit einer Schiffstour auf dem Neckar starten.

Von Freitag, 26., bis Dienstag, 30. August, startet der „Frischling“ wieder seinen Dienst in Eberbach und bringt die Besucher des 81. Kuckucksmarktes über den Neckar zum Festplatz in der Au.

Die Fährzeiten:
Freitag 15 bis 2.15 Uhr;
Samstag: 10.30 bis 2.15 Uhr;
Sonntag:10.30 bis 1.30 Uhr;
Montag: 10.30 bis 1 Uhr;
Dienstag: 10.30 bis 21.30 Uhr und 22.30 bis 1 Uhr. Wegen des Brillant-Musik-Höhenfeuerwerkes findet von 21.30 bis 22.30 Uhr kein Fährbetrieb statt.

Die Besucher der Stadt und aus allen Stadtbereichen werden gebeten, ihre Fahrzeuge zu Hause zu lassen bzw. die Parkplätze im Stadtbereich zu benutzen. Mit der Fähre kann man den Markt direkt erreichen.

Die Kosten:
Der Fahrpreis beträgt für Erwachsene/Jugendliche ab 15 Jahren 1 Euro; Kinder/Jugendliche von sechs bis 14 Jahren zahlen 50 Cent. Schwerbehinderte mit gültigem Ausweis zahlen ebenfalls 50 Cent, Kinder unter sechs Jahren sind frei.


Musikkapellen, Partybands und DJs heizen ein

Eberbacher Kuckucksmarkt: In drei Zelten auf dem Festgelände gibt’s viel Musik

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 22 August 2016 - Peter Bayer

Die Musiker vom Seniorenblasorchester werden auch in diesem Jahr wieder die richtigen Töne treffen. Foto: Peter Bayer

Vom 26. bis 30. August ist in Eberbach wieder Kuckucksmarkt. An allen fünf Tagen wollen Musikkapellen, Partybands und DJs den Besuchern ordentlich einheizen und für Stimmung in den drei Zelten auf dem Festgelände sorgen. Im großen Festzelt unterhält am Freitag im Anschluss an den traditionellen Fassanstich (18 Uhr) die Trachtenkapelle Mückenloch die Besucher. Am Samstag geht’s um 11 Uhr zünftig los mit dem „Nibelungen Duo“, ab 19 Uhr wollen die „Kraichgau Bengel und Denise“ mit Partymusik gute Laune aufkommen lassen.

Am Sonntag spielt der Musikverein Reichartshausen“ von 11 bis 14.30 Uhr zum musikalischen Frühschoppen im Festzelt auf. Traditionellen Volkstanz in landestypischer Tracht präsentiert ab 15 Uhr die „Landsmannschaft der Donauschwaben“. Zum großen Trachtenabend wollen die aus Funk und Fernsehen bekannten „Filsbacher“ für beste Festzeltstimmung sorgen.

Am Montag hat ab 12 Uhr zum Tag der Betriebe das „Nibelungen Duo“ seinen zweiten Auftritt. Unterhaltungsmusik ist ab 19 Uhr angesagt wenn die „Musikkapelle Waldwimmersbach“ aufspielt.

Am letzten Tag des Eberbacher Volksfestes unterhalten die jung gebliebenen Musiker des „Seniorenblasorchesters Bad Friedrichshall“ zum Seniorennachmittag mit beschwingter Musik die Gäste im Festzelt. Den Schlusspunkt setzen ab 19 Uhr „Die Steinsberger“.

Im Mostzelt der KG Kuckuck ist täglich ab 19 Uhr Live-Musik angesagt. Am Freitag sorgt Stefan Schirmer für die passende Unterhaltungsmusik, am Samstag übernimmt Werner Schifferdecker diesen Part. Während „Mister Music“ am Sonntag die Gäste unterhält, sind am Montag die Besucher selbst an der Reihe, wenn wieder Lungos Karaoke Party steigt. Unter dem Motto „Zwei Stimmen – Zwei Gitarren“ beschließen Nicole Guida und Sven Wittmann (Akustikduo Sunny Side Up) am Dienstag im Mostzelt das musikalische Programm des 81. Kuckucksmarkts.

Im Partyzelt, Nachfolger des Braumeister-Zelts, wollen jeden Abend ab 20 Uhr DJs die Stimmung zum Kochen bringen. Zur 70er und 80er Party legt am Freitag als erstes DJ Timo auf. Am Samstag verspricht DJ Jack Bassmeker „Heute reißen wir die Hütte ab“. Wenn er sein Versprechen nicht einlösen kann und das Zelt stehen bleibt, legt am Sonntag wieder DJ Timo bei der „Mega Party“ auf. Am Montag wird von DJ Manni Mücke das Zelt gerockt. Etwas lauter wird es bei der „Großen Abschlussparty“ am Dienstag. Die drei DJs Timo, Jack Bassmeker und Manni Mücke wollen den Besuchern im Partyzelt noch einmal richtig einheizen.


Kuckucksmarkt 35 Jahre in der Au

1981 wurde das Volksfest auf die linke Neckarseite verlegt

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 20. August 2016 - Rainer Hofmeyer

Altbürgermeister Horst Schlesinger (2. auf der Bank) holte das Eberbacher Volksfest an den jetzigen Standort und feiert noch heute gerne auf „seinem“ Kuckucksmarkt in der Au. Hier mit Nachfolger Peter Reichert. Foto: Rainer Hofmeyer

Das hätte sich der damalige Bürgermeister Horst Schlesinger 1981 sicherlich nicht vorgestellt, obwohl er auch noch heute seinen „Spürsinn“ anerkannt wissen will. Nämlich, dass er bei der Eröffnung des ersten Kuckucksmarktes in der Au einen Zeitabschnitt des Volksfestes einleiten würde, der einmal länger dauern wird als die bisherigen. 1981 wurde traditionelle Eberbacher Kuckucksmarkt aus der Altstadt auf das neue Festgelände in der Au verlegt. „Raus aus der Kleinteiligkeit der Altstadt“, das war Schlesingers Vorgabe. „In der Au gab es bessere Entwicklungsmöglichkeiten“.

Der neue Standort in Neckarwimmersbach ist schon die dritte Vergnügungsfläche. 1929 erstmals eröffnet, hat die Stadt den Kuckucksmarkt bis 1957 am Neckarlauer abgehalten. Wegen des Baus der Umgehungsstraße B 37 mussten die Buden und Zelte 1958 weichen. Ziehtman sieben Kriegsjahre ab, in den das Vergnügen ausfiel, kommt man auf gerade mal 24 Jahre am Neckarvorland. Noch kürzer war dann die Verweildauer am zweiten Platz, der Altstadt und den angrenzenden Straßen und Plätzen. Von 1958 bis 1980 stellte der Hof der Dr.-Weiss-Schule das Zentrum des Geschehens dar. Hier standen insbesondere die Fahrgeschäfte. Nach dem Abriss des Hochwasser-Leitdammes kam der Parkplatz beim Grünen Baum dazu.

Jetzt ist der Kuckucksmarkt schon 35 Jahre an seinem neuen Platz. Er wurde auf die andere Neckarseite verlegt, weil das Gelände in der Altstadt nicht mehr ausreichte. Und weil die Schulferien durch das rollierende System nicht mehr immer zur gleichen Zeit stattfanden. Damit stand der der Schulhof nicht mehr in jedem Jahr Ende August zur Verfügung. Zudem hatte man Platz gemacht für den „Eberbacher Frühling“. Der entsprang dem fulminanten Altstadtfest, das anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt im Jubiläumsjahr 1977 abgehalten wurde.

Vor einem Jahr wurde der 80. Eberbacher Kuckucksmarkt gefeiert. Es gibt ihn jedoch schon seit nunmehr 87 Jahren. Durch den Ausfall während des Zweiten Weltkriegs musste die Zählung bereinigt werden. Heute dauert das Marktgeschehen fünf Tage. Im Laufe der Jahre hat sich dies immer wieder geändert. Es gab 1946 sogar ein Doppel-Wochenende. Die Eberbacher bezogen sich 1929 beim Antrag auf den Kuckucksmarkt auf ein altes Marktrecht aus der Kurpfälzer Zeit. Landesherr Pfalzgraf und Kurfürst Ruprecht II. hatte der Neckarstadt 1394, also 535 Jahre zuvor, einen jährlichen Markt erlaubt,zumSankt Ägidius-Tag am 1. September.


Mit Bus oder Fähre zum Kuckucksmarkt

Sonderfahrten: Schönbrunner kommen Freitag und Samstag kostenlos aufs Festgelände

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 18. August 2016 - Peter Bayer

Da die Parkplätze in der Nähe des Festgeländes begrenzt sind, haben die Stadtwerke auch dieses Jahr wieder Bussonderfahrten zum Kuckucksmarkt eingerichtet. Der Busverkehr auf den Linien Eberbach-Nord, Ledigsberg, Rockenau, Igelsbach und Pleutersbach zum Kuckucksmarkt beginnt Samstag und Sonntagamspäten Vormittag, an den Wochentagen am frühen Abend. Die Fahrpläne liegen aus im Rathaus in der Tourist-Info und beim Bürgerbüro, bei den Stadtwerken, den Linienbussen und im Marktbüro auf dem Festgelände. Des weiteren können sie im Internet unter www.eberbacher-kuckucksmarkt.de heruntergeladen werden.

Auch die Fähre „Frischling“ wird wieder im Einsatz sein. Sie fährt am Freitag, 26. August, zwischen 15 und 2.15 Uhr. An den übrigen Tagen fährt sie bereits ab 10.30 Uhr. Der Fährbetrieb geht am Samstag bis 2.15 Uhr,amSonntag bis 1.30 Uhr sowie am Montag und Dienstag jeweils bis 1 Uhr. Wegen des Abschlussfeuerwerks fährt der Frischling am Dienstag zwischen 21.30 und 22.30 Uhr nicht.

Am Freitag und Samstag gibt es Sonderfahrten von Schönbrunn zum Kuckucksmarkt und wieder zurück. Die Kosten übernimmt die Gemeinde Schönbrunn, Mitnahmegarantie gibt es allerdings keine.VonSchwanheimgeht es über Haag, Schönbrunn, Moosbrunn und Allemühl zum Kuckucksmarkt und entsprechend wieder zurück. Abfahrtszeiten sindamFreitagum17 Uhr in Schwanheim, um 20.30 Uhr am Kuckucksmarkt (gleich wieder zurück) sowie um Mitternacht vom Kuckucksmarkt nach Schwanheim. Die Zeiten am Samstags sind 14 Uhr ab Schwanheim, 18 Uhr ab Kuckucksmarkt (und wieder zurück) sowie um 0.30 ab Kuckucksmarkt.


Fünf Tage Spaß auf 1,1 Kilometer Lauflänge

Zehn Fahrgeschäfte und rund 120 Händler sind vertreten – 81. Eberbacher Kuckucksmarkt wartet mit einigen Neuerungen auf

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 18. Juli 2016 - Peter Bayer 

Sie präsentieren das Programm des 81. Kuckucksmarkts (v.l.): Marktmeister Tobias Soldner, Roland Brand von der Distelhäuser Brauerei, Katherine Reichert und Bernhard Walter (Mitarbeiter KTS), Festzeltbetreiber Gerhard Rebscher und Bürgermeister Peter Reichert. Fotos: Bayer

Der Markt steht im Zentrum, in der Händlermeile ist noch Bewegung. In 39 Tagen beginnt der 81. Eberbacher Kuckucksmarkt – wieder mit einer Mischung aus Bewährtem, Neuem und Attraktivem, wie Marktmeister Tobias Soldner beim Pressegespräch betonte. Wieder dabei sein wird das nostalgische Riesenrad, das sich wie schon im vorigen Jahr gemächlich gegenüber dem großen Festzelt drehen wird. Daneben feiern ein paar Fahrgeschäfte Premiere auf Eberbachs großem Volksfest. Neu wird auch
der „Kinderfinder“ sein. Zum Ausschank kommt 2016 wieder das Bier der Brauerei Distelhäuser. Die seit zehn Jahren bestehende Partnerschaft mit der Brauerei wurde um weitere drei Jahre verlängert.

Neu beim großen Eberbacher Volksfest: das Kuckucksmarkt-Vesperbrett.

Wie Soldner angab, seien über 520 Bewerbungen von Händlern und Schaustellern eingegangen, 50 mehr als im Vorjahr. Erst in den letzten Tagen seien noch einige Anfragen von Händlern, die auf dem Beerfelder Pferdemarkt waren, gekommen Man bewege sich nun Richtung 120 Händler. Dabei habe man versucht, ein möglichst vielfältiges Angebot zusammenzustellen. Um entsprechend viele Besucher auf das Volksfest zu locken, wird kräftig die Werbetrommel gerührt in den Printmedien und auf Radio Regenbogen, 14 Tage vor Beginn des Kuckucksmarkts werden in der Region 30000 Flyer ausgelegt. Banner entlang der Bundesstraße sollen auf die Veranstaltung aufmerksam machen.

Doch bevor die großen Fahrgeschäfte anrücken, soll in den nächsten zwei bis drei Wochen noch der 600 Quadratmeter große Mittelplatz auf dem Marktgelände verdichtet werden. Die Kosten hierfür belaufen sich laut Bürgermeister Peter Reichert auf 25000 Euro. Ein Missgeschick wie vor zwei Jahren, als das 80 Tonnen schwere Fahrgeschäft „Black Out“ im aufgeweichten Rasen eingesunken war, soll sich nicht mehr wiederholen. Dieses Jahr soll auf dem Platz zwischen Festzelt und Partyzelt „The Flash“ stehen, mit 38 Metern der zweithöchste transportable Freefall-Tower in Deutschland. Er ist eines von drei Fahrgeschäften, die zum ersten Mal auf dem Kuckucksmarkt sind.

Offiziell eröffnet wird der Kuckucksmarkt traditionell mit dem Fassbieranstich im großen Festzelt, begleitet vom Fanfarenzug der Stadt. Die ersten 1000 Besucher erhalten einen Gutschein für ein Freigetränk. Los geht’s allerdings schon mit dem Familientag von 15 bis 19 Uhr, die Fähre bringt am Freitag die Besucher ebenfalls bereits ab 15 Uhr auf die andere Neckarseite.

Zusätzlich zum Volksfestbetrieb haben die Betreiber ein attraktives Rahmenprogramm im großen Festzelt, dem Mostzelt und dem neuen Partyzelt zusammengestellt. Am Sonntag startet um 18 Uhr im Festzelt der Trachtenabend. Alle Besucher, die in Tracht erscheinen, erhalten ein Freigetränk. Beim Bierzeltwettbewerb kämpfen Mannschaften aus Eberbacher Vereinen um die Krone der Bierzelt-Könige (siehe Extrabericht). Wieder steigender Beliebtheit erfreut sich der „Tag der Eberbacher Betriebe“ am Montag. Wer bis 19 Uhr durchhält, kann gleich vom Festzelt ins Mostzelt wechseln und bei „Lungo’s Karaoke Party“ sein Gesangstalent unter Beweis stellen. Nicht fehlen dürfen der Kindernachmittag am Montag auf dem Sportgelände in der Au sowie am Dienstag ab 9.30 Uhr die Fleckviehrinderschau. Das Musik-Brillant-Höhenfeuerwerk ab 22 Uhr kündet das nahende Ende des Kuckucksmarkts an.

Zur Behandlung von kleineren und größeren Blessuren ist das Deutsche Rote Kreuz mit einem Stand vertreten. Dieses Jahr allerdings an neuer Stelle. Nachdem der Blumenhändler in Rente gegangen ist, übernimmt das DRK diesen Platz gegenüber dem Marktbüro mit Zelt, Wagen und Losbude. Eine Sonderwache der Polizei befindet sich während der fünf Tage im THW-Stützpunkt. Auch Mitarbeiter einer Security-Firma werden wieder vor Ort sein. Allerdings nicht mehr die vom letzten Kuckucksmarkt. „Die Firma gibt es nicht mehr“, informierte Soldner. So greift man auf die gleiche Firma zurück, die auch schon auf dem Frühlingsfest für die Sicherheit sorgte.Und damit die Kinder, die in all dem Trubel von ihren erwachsenen Begleitern getrennt werden, wieder zurückfinden, feiert der Kinderfinder Premiere: ein Armband, auf dem die Eltern ihre Telefonnummer eintragen können.



2015

2015

2015

Der Kuckucksmarkt-Flyer 2015 (1,1 MB)können Sie hier herunterladen.


Mineralwasser war nachmittags der Renner

Wegen der Hitze kamen die Besucher erst in den Abendstunden – Bilanz des Kuckucksmarkts insgesamt zufriedenstellend

Auszüge aus Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 3. September 2015 - Martina Weyrauch

Die knallige Hitze von teilweise über 37 Grad machen einige Standbetreiber des Kuckucksmarkts dafür verantwortlich, dass vor allem an den fünf Nachmittagen des großen Volksfestes weniger Betrieb war. Dennoch lautet die Bilanz insgesamt „zufriedenstellend“. Und am etwas kühleren Dienstagabend füllt sich der Platz nochmal richtig vor dem großen Abschlussfeuerwerk, teilweise ist kaum mehr ein Durchkommen möglich.

28.8. - 1.9.2015

„Es war nicht schlecht, aber wegen des heißen Wetters war weniger Betrieb als im vergangenen Jahr“, resümiert Dieter Müller, Ehrenpräsident der KG Kuckuck am Dienstagabend. Am Montagabend ab etwa 20 Uhr war das Mostzelt prall gefüllt, am Eingang bildeten sich lange Schlangen, es war kein einziger freier Platz mehr zu finden. Lungos Karaokeparty zog die Massen an. „Das war der beste Abend“, sagt Müller. Wobei auch am Dienstagabend das Zelt dicht gefüllt ist und das Duo „Sunny Side up“ alles gibt, aber eben etwas ruhiger. „Wir sind insgesamt zufrieden“, sagt Müller. Im Einsatz über die fünf Tage in verschiedenen Schichten waren laut Markus Scheurich „etwa ungefähr 111 aktive Kuckucke – plus minus elf Prozent“. Das Jahr 2014 ist „überraschend sehr gut gewesen“, so der Vizepräsident; er schließt sich Müllers Aussage an, „2015 war guter Betrieb, normal zufriedenstellend“. „Auffällig viele Bürger“ haben sich in diesem Jahr bei den Kuckucken bedankt, für den Einsatz und „einfach für alles“. Müller lobt insbesondere den Einsatz der vielen Jugendlichen, „das war einfach toll“.

„Besser als im vergangenen Jahr“, ist das Fazit von Gastwirt Ewald Böhle, der mit seinem Krabbenstein-Bierstand vertreten war. Tagsüber sei zwar wegen der Hitze weniger Betrieb gewesen, abends hingeben sehr viel. „Ich bin zufrieden“, sagt auch er.
„Wir hatten einen sehr guten Mineralwasserabsatz wegen der Hitze“, sagt Rudi Zemrock vom Adler-Bierstand lachend. Insgesamt lief es bei ihm „besser als vergangenes Jahr“. Er pflichtet Böhle bei, dass tagsüber wohl wegen der Hitze und Dienstagnachmittag dann wegen des Regens weniger Betrieb war, an den Abenden jedoch war viel los. Auch er ist „zufrieden“.

Erst in den Abendstunden füllte sich das Festgelände in der Au beim 80. Kuckucksmarkt. Foto: Stefan Weindl


„2014 war trotz Regens mehr Betrieb“, resümiert Frank Fey vom Wagen „Verlosung“. Es ist dieses Jahr einfach zu heiß gewesen, „da gehen die Leute eher ins Schwimmbad, als auf einen Festplatz“. Er ist „nicht ganz so zufrieden“, hat aber auch von anderen Schaustellern auf anderen Plätzen erfahren, dass es bei ihnen genauso „verhalten“ lief.
Beim Nostalgieriesenrad herrscht am Dienstagabend Hochbetrieb. Das 20 Meter hohe Rad dreht sich bis kurz vor Beginn des Feuerwerks pausenlos mit voller Besetzung. „Ich bin – trotz Hitze und Regen –insgesamt zufrieden“, sagt Inhaberin Sylvia Nier. Zu mehr kommt sie nicht, da die Schlange an der Kasse immer länger wird.
„Etwa gleich wie 2014“, ist das Fazit von Festwirt Gerhard Rebscher. Er reiht sich in die „insgesamt zufrieden“ Aussagen ein. „Auch wenn am Montagmittag wegen der heißen Temperaturen „extrem wenig Betrieb“ war.
„Es war okay – Das Wochenende war okay, wie immer“, sagt Erich Reschling, dessen Braumeister-Zelt wieder am Ende der „Sackgasse“ stand. Er gehört ebenfalls zu den „Zufriedenen“, bestätigt aber auch, dass mittags wenig los war. „Der Aufwand hat sich gelohnt, die Leute waren anständig, vor allem die jungen Leute haben sich gut benommen und es gab keine Schlägereien“, freut er sich.


Mit einem riesen Applaus dankten tausende Kuckucksmarktbesucher rund um und auf dem Festgelände den Schaustellern für das zehnminütige musikalische Brillant-Feuerwerk; Enten und Schwäne dankten nicht, sie protestierten laustark auf dem Neckar.


Hunderettung und IPhone-Schatzsuche

Nach heftigem Auftakt beschäftigten dann vor allem Verkehrsfragen die Polizei am Kuckucksmarkt ​

Vizerevierleiter Gerd Lipponer war auf dem Kuckucksmarkt präsent. Foto: Hofmeyer

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 3. September 2015 

Nach einem Auftakt mit unschönen Begleiterscheinungen durch Alkoholisierte mit Körperverletzungen und Sachbeschädigungen (RNZ berichtete) war der 80. Kuckucksmarkt geprägt von Verkehrsschwierigkeiten. Diese Bilanz zieht der stellvertretende Leiter des Polizeireviers Eberbach, Gerd Lipponer. Die hier erforderlichen Eingriffe forderten die Beamten des Polizeireviers Eberbach und der Sonderwache im THW-Gebäude von Freitag bis Dienstag.

Am Abend des Abschlussfeuerwerks unterstützten zudem Helfer des Technischen Hilfswerkes die Polizei beim Lotsen der Autofahrer zu und von den Parkplätzen - und das, obwohl das THW derzeit täglich noch Helfer stellt zum Umweltkatastropheneinsatz an der Jagst.
Am Dienstang Abend führt das 20-minütige Sperren der Sicherheitszone für das Feuerwerk auf der B 37 zu Behinderungen für Autofahrer aus Richtung Mosbach und Heidelberg. Die Polizei dankt den Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld in dieser Situation.

Es gab zahlreiche Polizeieinsätze wegen Parkens im Haltverbot entlang der Pleutersbacher Straße, am Sportheim oder auf Behindertenparkplätzen. Mobile Verkehrszeichen waren mutwillig verschoben worden. Einige Fahrzeugführer erhielten Verwarnungsgelder.

Ein THW-Helfer meldete am Dienstag gegen 20.30 Uhr eine Fahrerflucht auf einem der Sonderparkplätze in der Au. Ein 19-jähriger Benzfahrer hatte beim Einparken den Lkw eines Ausstellers beschädigt, war aber trotz des Schadens an beiden Fahrzeugen mit seiner Beifahrerin schnurstracks weiter aufs Festgelände gelaufen. Der Unfallschaden an den beiden beteiligten Fahrzeugen wird auf je ca. 500 Euro geschätzt. Die durch den THW-Helfer verständigten Polizisten nahmen Ermittlungen wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort auf. Erst am frühen Mittwochmorgen kehrte der Unfallverursacher zurück und fand an seinem Wagen die Nachricht der Polizei vor. Der 19-Jährige meldete sich daraufhin auf dem Revier.

Ein Bußgeldverfahren und Vorwürfe erhielt eine Hundebesitzerin, die ihren fünf Jahre alten Jack Russel und dreijährigen Pekinese im heißen Auto auf dem Schotterparkplatz zurückgelassen hatte. Nach einem Zeugenhinweis am Montag gegen 12 Uhr befreiten Polizeibeamte die Tiere, brachten sie sofort in den Schatten und gaben ihnen Wasser.

Zu einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdacht der Fundunterschlagung führte ein Marktereignis vom Dienstagabend gegen 21 Uhr. Eine 16-jährige Kuckucksmarktbesucherin wandte sich Hilfe suchend an die Polizeisonderwache. Sie sagte, sie habe ihr schwarz-silbernes IPhone 6 nach einer Fahrt im Autoscooter dort verloren. Zwar habe sie den Verlust gleich beim Aussteigen bemerkt. In das Boxauto war aber schon eine erwachsene Frau mit einem etwa dreijährigen Kleinkind – wohl ihr Sohn – eingestiegen. Diese Frau ließ das Mädchen nicht mehr nach seinem Smartphone suchen. Und als Mutter und Sohn ihre Runde gefahren hatten, fand die 16-Jährige, die solange gewartet hatte, in dem Gefährt nichts vor. Sie beschrieb die Kleinkindmutter als etwa 35 Jahre alt, ca. 155-160 cm groß mit braunen Haaren und auf sie „nicht deutsch“ wirkend.

Polizei und Security suchten auf dem Platz nach dem Smartphone – ohne Erfolg. Auch beim Marktmeister wurde das IPhone nicht abgegeben, das immerhin einen Wert von rund 800 Euro hat. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0 62 71) 92 100 beim Polizeirevier Eberbach zu melden.

Der verloren geglaubte schwarze Rollkoffer eines 64-jährigen Mannes aus Düsseldorf, ist hingegen aufgetaucht. Der Mann hatte am Freitagvormittag beim Revier gefragt, ob man ihm helfen könne. Weil er 0,8 Promille im Blut hatte, bekam er eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und musste seinen Wagen stehen lassen (RNZ berichtete). Aufgrund der Presseveröffentlichung meldete sich am Dienstagmorgen eine Mitarbeiterin der GRN-Klinik Eberbach. Jetzt kann der 64-Jährige den dort aufgetauchten Koffer wieder auf dem Revier abholen.


„Die Milch bleibt weiß“

Mehr Besucher und 87 Tiere im Auftrieb bei Fleckviehrinderschau

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 2. September 2015 - Text & Fotos: Marcus Deschner

Melanie Heß aus Schönbrunn erhält den Pokal für das schönste vorgestellte Alttier auf der Fleckviehschau.

Melanie Heß aus Schönbrunn hat wie bereits im Vorjahr auch gestern wieder bei der Jungviehprämierung den Pokal für das schönste vorgeführte „Alttier“ erhalten – diesmal im Rahmen des 80. Kuckucksmarktes.


Die Kuh steht im Stall ihres Vaters Siegfried und kam im Juli 2013 zur Welt. „Reservesieger“ wurde ein Tier aus dem Stall von Walter Mehl aus Buchen-Unterneudorf. Bei der Kategorie „Jungtier“ nahm Tommy Rechner aus Mudau-Reisenbach für eine anderthalbjährige Kuh aus dem Stall seines Vaters Matthias den Siegerpokal entgegen. Peter Henrich aus Oberdielbach erhielt für ein im März 2014 geborenes Tier aus seinen Stallungen den zweiten Platz. Unterschieden wird zwischen Jungtieren, die nicht trächtig sind und Alttieren, die trächtig sind, aber noch nicht gekalbt haben. Alle vorgeführten Tiere tragen noch keine Namen. „Die gibt’s nämlich erst nach der erstmaligen Kalbung“, erklärte ein Metzger und Landwirt, der die Schau als Besucher aufmerksam beobachtete.


87 Tiere wurden gestern in Eberbach aufgetrieben und durch insgesamt zehn Ringe geführt. Organisiert hat diesen landwirtschaftlichen Leistungsvergleich erneut Siegfried Heß in Zusammenarbeit mit der Stadt Eberbach und der in Herbertingen ansässigen Rinderunion Baden-Württemberg (RBW). Auch eine Kälbchenschau für die jüngsten Besucher war wieder dabei.


Am Kuckucksmarkt-Dienstag reisten auch heuer wieder frühmorgens ein halbes Dutzend Landwirte mit etlichen Helfern auf dem Festgelände in der Au an und entluden ihre Tiere aus Transportern und Anhängern. Zuvor war das Vieh geputzt und gebürstet worden. Angebunden an einem Metallgeländer, warteten die Kühe mehr oder weniger geduldig, bis ihre Nummern aufgerufen wurden und sie ihre Besitzer zum Auftriebsplatz führten. Dort mussten sie im Kreis laufen und wurden dabei von den Wertungsrichtern Michael Schmidt von der Rinderunion und Landwirt Walter Kubach aus Langenbrettach näher begutachtet. Manche Kuh zeigte sich dabei recht widerborstig. Das ein oder andere Tier legte sich einfach auf den Boden und musste von seinem Ringführer mit sanftem Druck wieder zur „Mitarbeit“ bewegt werden.

Mehrfach wurden die Tiere bei der Fleckviehschau von ihren Besitzern durch insgesamt zehn Ringe geführt. Wertungsrichter begutachten sie dort.


 „Wir schauen uns unter anderem ‚Rahmen’, Beckenlage, Sprunggelenke und Eleganz des Ganges an“, erläuterte Wertungsrichter Schmidt den Gästen. Die Farbe der Tiere spiele hingegen für die Bewertung keine Rolle: „Egal wie, die Milch ist gleich weiß“. Immer wieder mal hatte Schmidt einen flotten Spruch auf den Lippen: „Die Kuh Nummer 80 ist wie gemalt“, lobte er spontan und empfahl das Tier Hobbykünstlern als Zeichenvorlage. Deutlich wurde bei den Führungen der Tiere durch die verschiedenen Ringe aber, ob die Kühe auf der Weide oder im Stall gehalten werden. Die Stalltiere hatten häufig Fettansätze am Nacken sowie einen „Hüfthocker“, was bei den freilaufenden Kühen wegen besserer Bewegungsmöglichkeiten fehlte.


Dieses Jahr waren erheblich mehr Zuschauer in die Au gekommen als im Vorjahr. Die standen rings um das durch Seile abgegrenzte Wertungsgelände. Nachdem die ersten Regenschauer aufkamen, wurde es auf dem Platz aber rasch wieder leerer. Bindfäden regnete es anfänglich bei der Siegerehrung, bei der Bürgermeister Peter Reichert die gespendeten Pokale überreichte. „Der Kuckucksmarkt wäre nichts ohne Rinderschau“, dankte er den Bauern und lud zur Stärkung ins Festzelt ein.

Viehschau gehört zum Markt

Tiere der unterschiedlichsten Größen vorgestellt und prämiiert – Am Dienstag Prämiierung

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 28. August 2015 - Rainer Hofmeyer

Ein historisches Foto aus der Sammlung Joho. Repro: Hofmeyer

Auf dem Kuckucksmarkt wurden schon Tiere aller Art vorgestellt. Von Ziegen über Zucht-, Handels- und Schlachtvieh bis hin zu Schweinen und Kleintieren. Bis auf einen einmaligen Ausflug auf das Messegelände beim Jahnplatz fand die Tierschau immer unmittelbar beim großen Vergnügungsplatz statt. So auch, als das Jahresfest noch am Lauer veranstaltet wurde. Unser von der Neckarbrücke aus aufgenommenes Foto aus der historischen Bildersammlung von Gymnasialprofessor Helmut Joho zeigt eine Viehschau aus der Zeit vor dem Bau der Uferstraße.

Zu sehen sind zwei Vorführringe für Rinder zwischen Neckarbrücke und Gasthaus Grüner Baum. Im linken Ring stellt gerade ein Züchter sein Vieh der vierköpfigen Richterkommission vor. In der Bildmitte der alte Hochwasserleitdamm, der nach dem Umzug des Kuckucksmarktes in die Altstadt abgetragen wurde und damit dem Fest vorübergehend mehr Platz geschaffen hat. Am diesjährigen Marktdienstag ab 9.30 Uhr treffen sich Landwirte aus der Umgebung, um bei der Fleckviehrinderschau in der Au ihr Vieh bewerten und auszeichnen zu lassen.


Beste Stimmung bei den Senioren im Festzelt

Beschwingter Nachmittag für die Älteren auf dem Kuckucksmarkt

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 2. September 2015 - Martina Weyrauch

Beste Laune bei den Gästen des Seniorennachmittags im Festzelt beim Kuckucksmarkt. Dazu gibt’s lautstarke Musik des Seniorenblasorchesters Friedrichshall. Foto: Weyrauch

„Hoch auf dem gelben Wagen“... inbrünstig musiziert das Seniorenblasorchester Bad Friedrichshall. Und zum 20. Jubiläum der beschwingten 22-Mann-Truppe gibt’s gleich passend noch die Polka „Zum Jubiläum“ obendrauf.
Draußen regnet’s am Dienstagmittag, erstmals seit dem bisschen Nieselwasser bei der Eröffnung des Kuckucksmarkts am Freitag. Dafür ist’s nicht mehr so glühend heiß und im großen Festzelt herrschen Wohlfühltemperaturen. Seniorennachmittag steht auf dem Programm. Junge und jung gebliebene Senioren und solche, die es wohl erst noch werden, haben etwa zwei Drittel der Bierbänke besetzt. Gerstensaft und Bratwürste schmecken den Gästen, es gibt sogar Seniorenpreise. „Aus Böhmen kommt die Musik“, spielt die Blaskapelle und „Rauschende Birken“. Alte Schlager aus der Kindheit, die viele der Besucher kennen und mitsingen. Der Regen prasselt auf das Dach, der Wind weht durch das Zelt, der Boden bebt.

Die Musikanten, Altersdurchschnitt 75 Jahre, kommen aus Bad Friedrichshall und Umgebung. „Wir proben jeden Montag und haben fast 100 Prozent Probenbeteiligung“, erklärt Dirigent Willi Rittenauer stolz. Nach den Proben sitzen die Musiker meist noch zusammen, „dann wird über Sport oder Politik diskutiert“. Egerländer Musik bildet den Schwerpunkt, daneben haben sie Märsche, Walzer, Polka und Unterhaltungsmusik im Repertoire. Und natürlich die alten Schlager sowie Volkslieder wie „Mein Vater war ein Wandersmann“ oder „Jetzt kommen die lustigen Tage“. Musik von Senioren für Senioren. Dem Publikum gefällt’s. Natürlich gefällt dem auch das gemeinsame Feiern, das Treffen von Bekannten und Freunden – wie jedes Jahr am Kuckucksmarkt. Und dann singen alle „Rooosamunde...“.


Und ich flieg, flieg, flieg...

Im voll besetzten Mostzelt auf dem Kuckucksmarkt wurde Lungos neunte Karaokeparty gefeiert

Alle gut drauf: Lungos Karaokeparty war mal wieder der Kracher im Mostzelt. Foto: Deschner

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 2. September 2015 - Marcus Deschner

„Die Schick-Schick-Schickeria“ von der Spider-Murphy-Gang und „Verdamp lang her“ von BAP waren am Montag lautstark im Mostzelt der KG Kuckuck zu hören. Zum siebten Mal fand heuer dort „Lungos Karaoke-Party" statt. Manchem der Besucher reichten die in der Vergangenheit angebotenen 5000 verschiedenen Musiktitel einfach nicht, erläuterte Markus Scheurich, Vizepräsident der KG Kuckuck. Denn bislang hatte man das für diesen Abend benötigte „Equipment inklusive Karaokemaschine“ stets aus Berlin holen müssen. Und die hatte eben nur begrenzte Kapazität.

Diesmal hatte man sich mit dem Team vom Karaoke-Express Mannheim professionelle Hilfe für die Technik mit ins Boot genommen. Roland Hauch und Heinz Schneider von dem Mannheimer Musikveranstalter versicherten, dass man „an die 50 000 Titel“ im Gepäck habe. „Die werden alle über Laptop angesteuert“, erklärten die seit 20 Jahren „im Geschäft“ tätigen Experten. Die dicken Mappen mit Songtiteln, die auf den Tischen ausgelegt waren, enthielten daher auch nur „eine Auswahl“ der möglichen Lieder. Zudem hatte das ganze noch einen positiven Effekt für Moderator Bernhard „Lungo“ Walter. Der musste nämlich nicht die Zettel mit den Wünschen der Gäste einsammeln und dann die Titel heraussuchen und ansteuern, sondern konnte sich voll und ganz auf die Unterhaltung des Publikums im voll besetzten Mostzelt konzentrieren. „Schwätze, net schaffe“, kommentierte Lungo dazu trocken. Schlag auf Schlag ging’s von Titel zu Titel. Ob Nenas „99 Luftballons“, das von Steffi und Jasmin geträllert wurde, oder das von Patricia Brenneis zum Besten gegebene „Ich bau dir ein Schloss“, mit dem einst Jürgen Drews Erfolge feierte: Das Publikum machte begeistert mit. Beim Faschingsknaller „Und ich flieg, flieg, flieg…“ flogen im Zelt tatsächlich jede Menge Hände in die Höhe, die Gäste aus den unterschiedlichsten Altersschichten sangen lauthals mit. Auch für das von Patrick Bachert geschmachtete „Your sex is on fire“ gab’s reichlich Applaus. Da war der Abend längst noch nicht „abmontiert“, wie Lungo bekanntgab, sondern ging noch lange weiter.


„Tag der Betriebe“ ist immer mehr im Kommen – Einige haben frei bekommen, andere haben frei genommen – „Das fördert das ohnehin schon gute Betriebsklima“

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. September 2015 - Martina Weyrauch

Trotz knalliger Hitze von über 30 Grad: Viele Firmen trafen sich gestern am „Tag der Betriebe“ auf dem Kuckucksmarkt. Manche kamen mit der gesamten Belegschaft, andere waren auch als „Ein- oder Zwei-Mann-Betrieb“ auf Tour. Viele hatten extra frei bekommen, einige haben sich frei genommen. Nur eines war besonders wichtig: Ein Schattenplatz. Diesen haben die acht Mitarbeiter von Neckartal Immobilien gerade noch so gefunden. Sie verbringen die Mittagspause auf der Terrasse vor dem großen Festzelt unter einem Sonnenschirm. Die deftigen Speisen schmecken, Getränke natürlich auch. „Das machen wir seit über 20 Jahren – und es sind immer alle dabei“, freut sich Hans Blum. „Das fördert das ohnehin schon gute Betriebsklima“, so der Geschäftsführer lachend.

Mitarbeiter des Autohauses Lessle auf der Terrasse vor dem Festzelt. Alle haben extra frei bekommen. Foto: Martina Weyrauch

Zwei Bänke weiter geht es ebenfalls lustig zu, auf den Bierbänken sitzen sieben Mitarbeiter des Eberbacher Autohauses Lessle. „Wir haben den Besuch des Tags der Betriebe vor drei Jahren wieder eingeführt“, sagt Chefin Sabine Lessle. Die Mitarbeiter haben alle frei bekommen.

Die gesamte Belegschaft – sechs Mann – des Schornsteinfegerbetriebs Keberlein ist auch um die Mittagszeit eingetroffen. „Die mussten alle mit, aber sie haben sich auch kaum gewehrt“, sagt Geschäftsinhaber Juri Keberlein lachend. Morgens durften alle noch arbeiten, den Nachmittag hat er allen für den Kuckucksmarkt frei gegeben. „Seit 2013 sind wir immer dabei“, so Keberlein weiter. 2014 allerdings hat es „ausnahmsweise“ nicht geklappt. Überlegt haben alle noch, was sie dem Lehrling spendieren wollen. „Ein wildes Fahrgeschäft muss es schon sein“, ruft einer. Leider haben wir nicht mehr erfahren, in welchem Karussell der Lehrling letztendlich gelandet ist.

Die Belegschaft des Schornsteinfegerbetriebs Keberlein hat den Nachmittag frei bekommen und feiert im Schatten vor dem großen Festzelt. . Foto: Martina Weyrauch

Im großen Festzelt staut sich trotz teilweise geöffneter Seitenplanen die Luft. Längst nicht alle Tische sind um die Mittagszeit besetzt; aber die Gäste, die da sind, sind bester Laune. Dazu musiziert lautstark und in bester Stimmung das Odenwälder Nibelungen Duo.
Zahlreiche Mitarbeiter der Eberbacher Firma Baustoffe Benz feiern an einem der langen Biertische, daneben sitzen ehemalige Eisenbahner. Zweitere sind zwar nicht direkt ein „Betrieb“, aber sie kommen schon über 25 Jahre auf den Kuckucksmarkt. „Immer am Montag“, ruft einer. Wo sie her kommen? „Von überall – von Bruchsal bis Neckarelz.“ Und einer versucht gegen die gerade einsetzende Musik anzukommen: „Wir beehren jeden Festwirt – Den Abschluss machen wir dann immer bei der DLRG.“

Festwirt Gerhard Rebscher gönnt sich gerade ein kleines Päuschen. „Der Tag der Betriebe ist seit einigen Jahren wieder mehr im Kommen“, sagt er. Viele kommen ohne Anmeldung, so wie etwa einzelne städtische Betriebe. Aber manche haben auch Tische reserviert: „Die Firma Autohaus Hufnagel etwa oder die Firma Krauth sind angemeldet. Dazu haben noch die Firma Michael Gärtner und das Modehaus Müller in den Abendstunden Tische reserviert und die Freiwillige Feuerwehr hat sich angekündigt.“

Am Krabbenstein-Bierstand prostet der Feuerschutz (vorne r.) mit der Straßenmeisterei Neckarbischofsheim, Außenstelle Eberbach. Foto: Martina Weyrauch

Doch nicht nur im Festzelt treffen sich Betriebe. Am Krabbenstein-Bierstand sind Sven Berndt und Stefan Winter von der Total-Feuerschutz GmbH vertieft in Gespräche mit Mitarbeitern der Straßenmeisterei Neckarbischofsheim, Außenstelle Eberbach. Alle haben sich frei genommen. Wie die sieben Mitarbeiter der Straßenmeisterei erzählen, ist ihr Betrieb seit über 25 Jahren montags am Kuckucksmarkt vertreten.

Und die Feuerschutzexperten erzählen, dass sie im Laufe des Nachmittags noch weitere Brandschutzfirmen erwarten. Das ist dann also immer ein Expertentalk.
Beim „Adler-Stand“ geht’s ebenso lustig zu: Neben zehn Mann des Betriebs Reifen und Autoservice Hufnagel treffen sich dort auch 20 Mann des Wasser- und Schifffahrtsamts Heidelberg, Außenbezirk Eberbach. Der Chef ist allerdings gerade mit ein paar Mitarbeitern eine Runde über den Platz drehen.


„Gewinnermodell für alle“

Montag ist „Tag der Betriebe“

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 29. August 2015 - Felix Hüll

Zu den Thementagen des Kuckucksmarktes gehört der Montag als Tag der Betriebe. Eberbacher Arbeitgeber erklären, ob sie ihren Mitarbeitern frei geben und warum.

Volker Schwing (Firma Fensterbau Schwing): „Auf jeden Fall nehmen wir teil. Wir waren 2014 dort das erste Mal mit dabei. So etwas ist sehr gut – das sollte man auf jeden Fall einmal im Jahr zusammen mit den Mitarbeitern machen.“

Ekkehard Saueressig
(Volksbank Neckartal): „Seit vielen Jahren wird das bei uns sehr intensiv genutzt, mittags wie nach Dienstschluss. Wir begrüßen dies sehr. Solche gemeinsamen Aktivitäten fördern das betriebliche Miteinander. Thementage wie Kindernachmittag, Tag der Betriebe oder auch die Fleckviehschau bieten eine zusätzliche Attraktivität des Marktes, stellen Besuchsanlässe dar und erhöhen möglicherweise Besucherzahlen sowie die Umsatzchancen der Aussteller. Das fördert deren Bereitschaft, wieder zu kommen – also letztlich ein Gewinnermodell für alle.“

Dietrich Müller
(Modehaus Müller GmbH & Co. KG): „Der gemeinsame Besuch des Kuckucksmarktes am Montag ist bei uns seit Jahrzehnten eine Institution. In den 60er Jahren lud unsere Oma die Mitarbeiter nach Geschäftsschluss ins Weinzelt der Familie Helm ein, dort einen lustigen Abend zu verbringen. Meine Eltern waren zu der Zeit meist in Urlaub. Ich hatte dann das Bezahlen bei Fahrgeschäften, Losbuden oder Schießständen zu übernehmen. Diese Tradition führen wir bis heute fort, anfangs in der Au im Weinzelt, heute im Most- oder großen Festzelt. Unsere Mitarbeiter nehmen das gerne wahr. Auf die Frage vor einigen Jahren: „Wollt ihr das überhaupt noch?“ kam ein eindeutiges Ja. So werden wir auch in diesem Jahr wieder am Montag gemeinsam einen schönen Abend verbringen.“

Karlheinz Emig
(Regionaldirektion Sparkasse Neckartal-Odenwald) „Bis Anfang der 90er Jahre war die Sparkasse in Eberbach am Kuckucksmarkt-Montag deswegen mittags geschlossen. Die Zahl derer, die das Fest besuchten, nahm aber immer mehr ab. Heute können die Mitarbeiter wegen unserer flexiblen Arbeitszeitregelung schon mittags hin. Gleichzeitig haben wir geöffnet. Unser Team trifft sich ab 18 Uhr in geselliger Runde. Ich finde es gut, dass ortsansässige Firmen und Einrichtungen den Markt besuchen und damit auch die erhebliche Arbeit unterstützen, die insbesondere die örtlichen Vereine mit der Organisation ihrer Stände haben.“

Bernd Hufnagel
(Premio Reifen u. Autoservice Helmut Hufnagel GmbH): „Wir werden wieder wie jedes Jahr zur Mittagszeit uns im Festzelt treffen. Seit Bestehen der Firma 1989 am Jahnplatz verbringen wir traditionell den Montag Nachmittag auf dem Festplatz. Für uns ist dies Gelegenheit, sich mit den Kollegen und Angestellten zusammen zu setzen und den Spaß in den Vordergrund zu stellen.“

Johann Philipp Dilo: (Dilo) „In den vergangenen Jahrzehnten haben Mitarbeiter in Einzelfällen eine Teilnahme auf dem Kuckucksmarkt innerhalb des gewährten Urlaubes am Montagnachmittag wahrgenommen. Heute spielen Volksfeste nicht mehr die große Rolle, sodass kaum mehr Bedarf besteht, sich dafür abzumelden.“

Luc Burgard,
seit 1. Juli neuer Geschäftsführer der Catalent Germany Eberbach GmbH, teilt mit, dass Catalent gerade erst den alljährlichen Produktionsstillstand für Instandhaltungsarbeiten hatte und die Produktion seit dieser Woche wieder läuft. Daher könne man den Mitarbeitern nicht frei geben. Allerdings ermögliche das flexible Arbeitszeitsystem, dass jeder den Markt besuchen könne. Privattreffs der Kollegen seien Tradition.


Der Blumentopf aus Keramik ist Geschichte

450 Mädchen und Buben rennen, hüpfen, schießen und klettern trotz großer Hitze beim Kindernachmittag in der Au

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. September 2015 - Text & Fotos: Peter Bayer

Hohe und weite Sprünge zeigten die Kinder beim Sackhüpfen

Es waren wieder die Klassiker, die altbewährten Spiele, die gestern Nachmittag rund 450 Kinder trotz großer Hitze in die Au zogen. Eine Änderung hatte der 80. Kuckucksmarkt aber auch hier zu bieten. Beim Topfschlagen stiegen die Veranstalter auf eine umweltfreundlichere Variante um. Statt auf nur einmal verwendbare, da dabei ja zerdepperte, Keramiktöpfe, droschen die Buben und Mädchen in diesem Jahr mit ihren Stöcken auf wiederverwendbare Edelstahltöpfe ein. Der Grund für die Umrüstung war nicht nur der jährlich immense Verschleiß an Blumentöpfen, sondern auch die Scherben und Splitter, die alljährlich in der Sandgrube landeten, so Katherine Reichert von der Stadt.

Schon vor der Eröffnung durch Bürgermeister Peter Reichert um 14.30 Uhr hatten sich lange Schlangen an den Stationen gebildet. Doch hatten sich die Eberbacher auch mit der Hitze arrangiert. Wer keine Lust auf zu langes Anstellen hatte, kam einfach ein wenig später. Während die ersten Kinder schon wieder den Sportplatz in Richtung Kuckucksmarkt verließen, kamen immer noch welche hinzu, die sich erst ihren Laufzettel abholten. Der beinhaltete auch ein kühles Getränk und ein Eis.

Die zehn Stationen forderten die Kinder unterschiedlich. Bei drei Schüssen auf die Fußballtorwand oder drei Würfen in den Basketballkorb war Zielgenauigkeit gefragt. Galt beim Sackhüpfen die Devise „Einmal in Bewegung, nur nicht stoppen“, war nebenan beim Eierlauf über die ebenfalls knapp 20 Meter lange Distanz eine ruhige Hand von Vorteil.

Was tun bei Gegenverkehr? Vor dieses Problem waren die Rasenskifahrer gestern des Öfteren gestellt

Als koordinativ am schwierigsten erwies sich wieder einmal das Rasenski. Zu zweit, noch schwieriger zu dritt, mussten die Bewegungen abgestimmt werden. Wer hier gut harmonierte war im Vorteil. Probleme tauchten hin und wieder bei Gegenverkehr an der Wendemarke auf, da die Vorfahrt nicht geklärt war, oder wenn einer der Rasenskifahrer aus dem Rhythmus kam. Beim Klettern auf den Baum waren die Kleineren dankbar über helfende – vor allem anschiebende – Hände. Bei der kleinen oder großen Haspel ging es darum, beim nach vorne schieben das Gleichgewicht zu halten. Und beim 50 Meter-Lauf durften sich auch die ganz kleinen als große Sieger fühlen.

. Bei Rutschen über die Haspel (r.) mussten die Mädchen und Buben auch das Gleichgewicht halten.

Als Belohnung gab’s an jeder Station Preise. Popcorn, Kuscheltiere, Spielsachen – bei den Kindern, die alles mitmachten, hatten Eltern oder Großeltern am besten eine große Tasche dabei. Gestiftet wurden Sachpreise wie auch Gutscheine, die ein paar Meter weiter auf dem Kuckucksmarkt gleich eingelöst werden konnten, wieder von den Schaustellern.

Im Einsatz an den zehn Stationen waren insgesamt 40 Helfer. Zehn von der Stadtverwaltung sowie 30 vom Turnverein und dem Chor Voices of Heaven.


Markstein in der Gaudigeschichte der Stadt

13 Mannschaften Eberbacher Vereine begründen Trachlter-Bierzeltwettbewerb beim Kuckucksmarkt

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. September 2015 - Marcus Deschner

„Die Fischerin vom Bodensee“ und die „Musik aus Böhmen“ waren die „Einpeitscher“ beim Trachtenabend, der am Sonntagabend erstmals im großen Festzelt auf dem Kuckucksmarkt veranstaltet wurde. Die „Filsbacher“ Musikanten mühten sich redlich, bei Schweiß treibenden Temperaturen die Gäste auf die Veranstaltung mit Bierzeltwettbewerb einzustimmen.
Doch auch diejenigen, die gar nicht am Wettbewerb teil nahmen, gerieten bei gefühlten 40 Grad Celsius unter der Plane mächtig ins Schwitzen. So war das Zelt war zu Beginn des Gaudiwettbewerbs um halb Sieben auch nur etwa zur Hälfte gefüllt. Doch nach der Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Peter Reichert ging’s beim Nageln, Bierkrugrutschen, Baumstammsägen und Bierkrugstemmen Schlag auf Schlag und die Stimmung dabei war prächtig.

Zielsicherheit muss Kai Bissdorf hier beim Nageln mit einem Rohr als Hammerwerkzeug beweisen. Foto: Deschner

"Diejenigen, die den Wettbewerb gewinnen, stehen unwiderruflich in den Geschichtsbüchern der Stadt Eberbach“, hatte Moderator Ralph Brenneis zum Auftakt verkündet. 13 Mannschaften Eberbacher Vereine mit je fünf Mitstreitern hatten zuvor ihre Teilnahme bei dem erstmals in dieser Form durchgeführten Wettstreit angekündigt.
Bei der Startdisziplin „Nageln“ galt es, mit einem Nageleisen möglichst viele Nägel in einen Holzblock zu schlagen. Das Eisen war ein Rohr mit dünnem Rand und quer angeschweißtem Griff.

Bernhard Walter wachte als „geeichte menschliche Stoppuhr“ mit An- und Abpfiff genau über die Zeiten, Peter Reichert, Tobias Soldner und Roland Brand stellten das Schiedsrichterteam.
„Zum Glück ist der Stamm aus Fichte und nicht aus hartem Robinienholz“, sagte Forstexperte Reichert zur Materialwahl. Der VfB Eberbach, der sich als erster zu der Veranstaltung angemeldet hatte legte vor. Immerhin gelang es dem jungen Fußballer, in der vorgegebenen Zeit drei Nägel im Holz zu versenken. Die Dartfreunde Eberbach schafften fünf Stifte, und die Sportfreunde Brombach sogar noch einen mehr.

Nicht zu viel Schwung darf der Maßkrug beim Rutschen über die Bahn haben. Fällt er hinten herunter, gibt’s null Punkte. Fotos: Deschner

Nach gut einer halben Stunde Stimmungsmusik , bei der auch Peter Reichert mit einer Soloeinlage glänzte, ging’s mit dem Bierkrugrutschen auf einer Buchenholzbahn weiter. Die leere Maß musste möglichst weit ans Ende der Strecke befördert werden. „Wenn der Krug hinten runter fällt, gibt’s aber null Punkte“, klärte Ralph Brenneis über das Reglement auf. Immerhin gewährte er jedem eine Proberunde. Dennoch schossen mehrere Krüge buchstäblich übers Ziel hinaus. Das Schiedsrichterteam fing sie auf. Die Dartfreunde stellten sich dabei am geschicktesten an.

Mit dem Holzstammsägen folgte die schwerste Disziplin. Dafür wurden zwei Personen benötigt. Der Moderator gab zum Start den dezenten Hinweis, dass es sich dabei um eine „reine Zugsäge“ handelt: „Drücken bringt net viel“. Und die Daumen sollten möglichst auch in Sicherheit sein, riet Brenneis.

Nach Sing- und Schunkelrunden musste noch das Maßkrugstemmen absolviert werden. Anschließend tagte die Jury und wertete die akribisch aufgezeichneten Einzelergebnisse aus. Kurz vor 22 Uhr stand fest: Die Dartfreunde Eberbach haben den Wettbewerb gewonnen, gefolgt vom Skiclub „Grummer Stegge“ und den Wimmersbacher „Urmeln“.

Beim Bierzeltwettkampf geht’s im Team leichter: Wolf-Dieter Schmidt und Partnerin Gabi sägen am großen Baumstamm

Die Sieger dürfen sich über ein Sommerfest für 20 Personen freuen, die Zweitplatzierten speisen in einer örtlichen Gaststätte, und für Platz Drei gibt’s ein Fass Freibier. Auf die folgenden Plätze kamen der Club Eulenspiegel, der SSV 1487 Eberbach, die KG Kuckuck, die Sportfreunde Brombach, die zwei Teams des SV Eberbach, die Wilden 13 aus Brombach, der VfB Eberbach, die Handballgesellschaft Eberbach und die Adler Freunde Eberbach. Eine Riesengaudi war’s jedenfalls für alle.

Auf die Frage von Ralph Brenneis, ob der Wettbewerb kommendes Jahr wieder stattfinden soll, brandete im Zelt tosender Applaus auf. „ Wir haben damit einen Auftrag“, kommentierte Tobias Soldner.


Die Au als kulinarische Meile

Neben Vergnügungsfahrten und Einkäufen bietet so ein Volksfest einmal ein „etwas anderes Essen“

Peter Ahrend (M.)bietet an seinem Stand unter anderem frittierten Blumenkohl, Maiskolben mit Butter und Salz sowie gebratene Champignons an. Foto: Deschner

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 31. August 2015 - Marcus Deschner

Jenseits von Currywurst, Steak, Bratwurst, Fleischkäse und Co. werden auf dem Kuckucksmarkt heuer auch Spezialitäten angeboten, die nicht überall zu haben sind. „Man kriegt leichter einen Platz im Himmel als auf einer vernünftigen Veranstaltung“, lacht Peter Ahrend. Und freut sich, dass er beim 80. Kuckucksmarkt, den er eben als „guten Platz“ lobt, wieder eine Zulassung erhalten hat.

Vor zwei Jahren war Ahrend schon mal hier. Er bietet an seinem Stand in der Nähe des Hallenbad-Eingangs frittierten Blumenkohl an. Das Gemüse, mit dem er auch seinen Stand dekoriert hat, bezieht der Stuttgarter frisch von einem Eberbacher Händler. „Dann wird’s gewaschen, geschnitten und in die Fritteuse gehalten“, erklärt der Marktbeschicker. Anna und Andreas Dabrowski unterstützen ihn dabei. Zu dem Blumenkohl ist wahlweise Knoblauch- oder Käsesoße erhältlich. Zusätzlich hat der Mann auch noch Maiskolben mit Butter und Salz sowie gebratene Champions im Angebot. Man müsse sich halt von der Masse der Essstände abheben, um einen der begehrten Plätze zu erhalten, so Ahrend. Ob das Geschäft mit dem Blumenkohl bei den heißen Temperaturen läuft? – „ Es ist teilweise schwierig“, sagt er dazu. Zumal sich erst noch bei den Marktgästen herumsprechen müsse, dass es die in dieser Form eher „exotische“ Rummelplatzspeise gibt.

Flammlachs bereitet Wesley Lemoine bei Schweiß treibenden Temperaturen auf dem Kuckucksmarkt zu. Foto: Deschner

Zum ersten Mal auf dem Eberbacher Volksfest ist der Stand der Familie Lemoine, die aus der Aachener Gegend stammt. Sie bieten Flammlachs an. „ Der wird bei uns gegart und nicht geräuchert“, betonen Wolfgang und Wesley Lemoine. Bei Schweiß treibenden Außentemperaturen stehen die beiden am offenen Buchenfeuer in ihrer urigen Hütte gegenüber des Mostzelts und hoffen „dass es sich abkühlt und mehr Leute kommen“.

Matrosenbrötchen, Seefahrerschale und Kapitänsteller sind mit Honig-Senf-Dill- oder Kräuter-Schmand-Soße erhältlich. Sein Vater Alfredo Lemoine habe den Flammlachs als Speise bei einem Angelausflug vor 15 Jahren in Finnland kennengelernt und vor sechs Jahren zum Geschäftsmodell gemacht, erzählt Sohn Wolfgang. In Skandinavien habe das eine lange Tradition. Die Angler bereiteten den Fisch dort zumeist nach dem Fangen am Lagerfeuer zu.

„An die zehn Jahre“ kommt Oliver Bandilla aus Neudenau-Siglingen mit seiner „Fruchtoase“ schon auf den Kuckucksmarkt. Die steht etwas weiter vorn in der Marktgasse Richtung Tennisplatz. Der Händler bietet Schokofrüchte mit Erdbeeren – „der Klassiker überhaupt“ – mit Trauben und Äpfeln an. 30 Varianten, verziert mit drei unterschiedlichen Schokoladen, werden bei Bandilla frisch hergestellt. „Was ich heute nicht verkaufen kann, kommt morgen nicht mehr in die Auslage“, betont der Schausteller, der über den Winter eine kleine Eisenbahn auf Weihnachtsmärkten betreibt.

Erstmals auf dem Kuckucksmarkt mit einem Stand vertreten sind Heide und Karlheinz Silbereis und werden von Familienmitgliedern und Freunden tatkräftig unterstützt.

Tagsüber seien diesmal wohl auch wegen der heißen Temperaturen eher wenig Leute auf dem Platz, abends laufe das Geschäft hingegen recht gut. „Wo wir hinkommen, sehen wir immer das gleiche Stammpublikum“, meint er im Hinblick auf seine Kunden.

Neu auf dem Kuckucksmarkt ist diesmal „Heides Grillhütte“. Das rustikale Holzhaus inklusive Schwenkgrill wurde von der Rockenauer Familie Silbereis selbst gebaut. Feuerwurst, Spießbraten, Pellkartoffeln mit Quark, Steaks und einiges mehr wird an dem Stand vor dem Braumeisterzelt angeboten.
Heide und Karlheinz Silbereis sowie Familienmitglieder und Freunde bedienen in Trachtenmode die Gäste. Erstmals habe man ein solches Angebot bei der 775-Jahr-Feier des Stadtteils Rockenau 2009 auf der Burg Stolzeneck gemacht, gibt Karlheinz Silbereis Auskunft. Nun mache man den Stand als eine Art Hobby: „Es soll uns Spaß machen“. Doch vorher habe man noch eine Unterweisung im Landratsamt machen müssen, ergänzt Sohn Alexander und lobt die Kooperation mit den Behörden und der Stadt: „Die hatten alle ein offenes Ohr für uns“.


Hoffentlich 2016 auch wieder da

Besucherurteil zum Riesenrad

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 31. August 2015 - Marcus Deschner

Erstmals seit 2008 gibt’s auf dem Kuckucksmarkt wieder ein Riesenrad: 20 Meter hoch, 16 Gondeln, 9000 LED-Lämpchen. Die Eigentümerfamilie Nier aus Kassel zieht nach Marktende weiter zu einer Kerweveranstaltung in Darmstadt-Bessungen. Nach Angaben der Eigentümer benötigen vier Männer acht Stunden zum Aufbau und fünf Stunden für den Abbau des Rades. Für das Riesenrad gab’s vom mitfahrenden Publikum viel Lob.

„Sehr gut“ hat’s der Eberbacherin Waltraud Lemberger gefallen, die mit Schwiegertochter und Enkel durch die Höhen schwebt und den weiten Blick übers Marktgelände genießt. Vor allem, dass die Fahrt recht lange andauert, freut die Drei.

„So ein Riesenrad gehört einfach zum Jahrmarkt“, freut sich auch Gerhard "Haddl" Stumpf (Eberbach). „Ich fand die Fahrt super gut“. Stumpf hofft, „dass das Fahrgeschäft auch im kommenden Jahr wieder auf dem Rummel vertreten ist. „Ich auch“, ergänzt sein achtjähriger Enkel Simon, der mit dem Opa in der Gondel sitzt. Beide wollen dann auch 2016 wieder mit von der Partie sein.

Begeistert von der Fahrt ist auch Jessica Schmitt (Kortelshütte), die sich mit Ehemann Leander und Sohn Lorenzo eine Fahrt mit dem 24 Jahre alten Riesenrad gönnt. „Guuut“ entfährt s dem Nachwuchs, darauf angesprochen, wie ihm denn das Vergnügen gefällt. Wiederholung der kleinen Reise nicht ausgeschlossen.

„Super war die Fahrt schon“, lobt die Moosbrunnerin Irene Hoffmann, die am Samstagmittag mit Dorothea und Till Gabel auf dem Kuckucksmarkt ist. Am Anfang sei ihr’s zwar schon etwas mulmig gewesen, aber mit jeder Umdrehung habe sie sich immer mehr entspannt. „Wunderschön“ legt Begleiterin Dorothea Gabel noch eine Schippe drauf. „Und das trotz Höhenangst“.

„Erstmals seit ich in Eberbach bin, gibt’s hier ein Riesenrad“, sagt Steffen Koch (Eberbach), der mit Sohn Leo (6), auf dem Volksfest ist. Zwar sei das Rad „schon etwas klein“. Beim Bad Dürkheimer Wurstmarkt, wo er herkommt, gebe es da andere Dimensionen. Koch hofft, „dass das Riesenrad eine Dauereinrichtung in Eberbach wird. Und lobt die Dauer des Vergnügens im Vergleich mit anderen Fahrgeschäften, die ähnlich viel kosten.

„Super, das gehört auf jeden Jahrmarkt“, meint auch Isabell Banschbach, die mit ihrem vierjährigen Patenkind Levin (r.) in die Au gekommen ist. Auch sie möchte das Fahrgeschäft nächstes Jahr wieder sehen. „War cool“ gibt der neunjährige Florian, der mit den beiden unterwegs ist, kurz und knapp Auskunft.


Ehre für treue Dienstleister

Kräher und Richarz gewürdigt

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. September 2015 - Felix Hüll

Bürgermeister Reichert (v.l.) bei der Ehrung von Rolf Richarz und Horst Kräher mit Marktmeister Soldner. Foto: Weindl

Die Familien Richarz und Kräher sind dieses Jahr die ausgezeichneten Marktbeschicker.
Langjährige Schausteller, Händler, Lieferanten und Wirte des Kuckucksmarktes werden traditionell schon bei der Markteröffnung geehrt. Während Familie Horst Kräher 2015 mit ihrem „Vesperstübl“ das 25. Mal beim Eberbacher Traditionsfest mit dabei ist, blicken Richarz’ bis 1961 zurück.

Und schon der Großvater von Rolf Richarz, Agin Geurtschin, war mit beim Kuckucksmarkt dabei und hat türkischen Honig verkauft. Richarz tut dies mittlerweile in dritter Generation. Der gelernte Zuckerbäcker ist seit über 50 Jahren selbstständig; 2015 bietet das Mannheimer Konfitürenhaus Rolf und Cornelia Richarz türkischem Nougat, Dessert Stangen, gebrannte Mandeln, Erdnüsse, Haselnüsse und Popcorn an. Bürgermeister Peter Reichert und Marktmeister Tobias Soldner statteten Rolf Richarz und Horst Kräher mit der Auszeichnung und den diesjährigen Kuckucksmarkt-Devotionalien wie etwa Exemplaren der limitieren Steingut-Bügelverschlussflasche Kuckucksmarkt-Festbier aus.


Stehauf-Spiel bei Sonnenstrahlen

Zum Auftakt des 80. Kuckucksmarkts freuen sich Veranstalter, das alles ist, wie es sein sollte

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 29. August 2015 - Felix Hüll

Seit gestern 18.33 Uhr ist der 80. Eberbacher Kuckucksmarkt offiziell eröffnet und steht bis Dienstag Nacht mit Angeboten der 111 Schausteller und Händler in der Au bereit. Foto: Weindl

Na ja, die Regengüsse zum Familientag gestern ab 15 Uhr waren sicher nicht bestellt; aber rechtzeitig zur offiziellen Eröffnung stoppte das Nass von oben (das zum Kuckucksmarkt einfach dazu gehört). Kindern wie Erwachsenen blieb Zeit, bis 19 Uhr die Angebote der 111 Schausteller und Händler zu genießen.

Zu Klängen des 55 Jahre alt werdenden Fanfarenzugs Eberbach und zu Bürgermeister Peter Reicherts Eröffnungsrede schickte die Abendsonne Strahlen in die Au.

Die Leute strömten.
Sie erwarteten zwar sicher nicht das „Ereignis, auf das die ganze Welt seit Tagen, Wochen und Monaten wartet“, wie Stadtoberhaupt Reichert den Kuckucksmarkt vollmundig anpries. Beobachter sagten aber, dies sei die beste Rede, die Reichert in der Stadt bisher gehalten habe. Der ihn unterbrechende Applaus kam nicht nur, weil Reichert ihn geschickt bestellte, sondern er kam ehrlich gemeint.

Kein „spritziges Foto“ gestatteten Bürgermeister Peter Reichert gestern Abend dem Fotografen beim Bieranstich. Foto: Weindl

Bei einer Art Stehauf-Spiel sollten sich die jeweils Begrüßten erheben. Letztlich erwies sich, dass so ziemlich alle Anwesenden in irgendeine der Kategorien mit einbezogen waren. Sich für sein Fast-Lübke-Englisch entschuldigend begrüßte Reichert die 45 Gäste aus der US-Partnerstadt Ephrata.

Ganz besonders gefreut hat sich zumindest Eberbachs neue somalische Mitbewohnerin, denn nicht zuletzt für sie nahm Reichert „Soo dhawaada“ (Willkommen) in seine mehrsprachigen Grußadressen mit auf (neben Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Türkisch, Russisch, Griechisch und Polnisch). Um 18.33 Uhr erklärte Reichert den 80. Eberbacher Kuckucksmarkt für offiziell eröffnet und nahm den Fassbieranstich im Kreise der Ehrengäste vor. Mit Vergnügungsparkbetrieb und Zeltprogramm ab elf Uhr geht’s heute in der Au weiter bis zum Abschlussfeuerwerk am Dienstag ab 22 Uhr.


Bayerischer Auftakt zum Achtzigsten

Heute beginnt der Kuckucksmarkt mit einigen Besonderheiten bei Aufbau und im Programm

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 28. August 2015 - Felix Hüll

Bereits um 15 Uhr heute Nachmittag startet der 80. Eberbacher Kuckucksmarkt mit dem Familientag zur Eröffnung. Dieser offizielle Akt findet freilich erst um 18 Uhr im Festzelt statt – diesmal im Beisein von US-amerikanischen Partnerschaftsgästen aus Ephrata.
Dem Klischee zufolge gilt in Amerika alles, was bayerischen Anschein hat, als besonders „german like“. Und als hätten es Marktmeister Tobias Soldner, Festzeltwirt Gerhard Rebscher und Schausteller wie André Roder darauf angelegt, bayerisches Flair auf das Eberbacher Traditionsvolksfest zu bringen: Neu ist in diesem Jahr am Sonntag, 30. August, ab 18 Uhr der große Trachtenabend im Festzelt zu Klängen der „Filsbacher“ und der „Bierzeltwettbewerb“ Eberbacher Vereine dort - Stand gestern waren es zwölf Anmeldungen. Ergänzend dazu prangt Roders Fahrgeschäft „Hupferl“ mit weiß-blauer Rautendekoration und bayerischem Ambiente nun direkt daneben. Nicht bayerisch, aber volkstümlich dürfte (nicht nur) den Amerikanern auch der Volkstanz der Landsmannschaft der Donauschwaben Mosbach am Sonntag ab 15 Uhr vorkommen.

Die Blaskapelle „BlasBrothers“ aus dem Landkreis Regensburg in Bayern hat sich zudem zum Eröffnungstag heute etwas Besonderes ausgedacht: ab 18 Uhr spielen die jungen Blechbläser am Neckarufer böhmisch-bayerische Blasmusik, um den Fahrgästen der Fähre Frischling die Wartezeit bis zur Überfahrt zu verkürzen (bei zu schlechtem Wetter entfällt der Auftritt). Organisiert hat die BlasBrothers Franz Rumstadt, der familiäre Wurzeln in Eberbach hat und der im Ensemble eine der Trompeten bläst.

16 Gondeln des Nostalgierads werden Besucher in 20 Meter Höhe heben und ihnen einen Blick auf den Festplatz in der Au sowie das Neckarufer-Stadtpanorama bieten. Foto: Weindl

Bereits am Mittwochnachmittag komplettiert worden sind die Rundbögen des 2015 wieder auf dem Kuckucksmarkt vertretenen Riesenrads.
Die Mitarbeiter von Bernd Nier haben das jetzt 20 Meter hohe Nostalgierad mit insgesamt 16 Gondeln montiert, das trotz der vergleichsweise überschaubaren Höhe einen Blick über die Baumwipfel und über das Festgelände in der Au mit Panoramasicht auf Eberbachs Neckar-Schokoladenseite bietet; wer fährt, sollte IPhone oder Kamera mitnehmen. Am Sonntag Nachmittag findet um 13 Uhr im Festzelt eine Freifahrtkartenverlosung statt. In Rebschers Festzelt liefen gestern Nachmittag die Vorbereitungen planmäßig weiter, Tische und Stühle kamen an ihren Platz, am Ausschanktresen herrschte emsiges Vorarbeitentreiben.

Gleiches galt für die beiden anderen Festzelte Cha-Cha-Braumeister und das Mostzelt der KG-Kuckuck. Alles ist bereit für Eberbachs achtzigstes Vereinhalb-Tage-Volksfest, dessen „Geburtstag“ Angelika und Erich Reschling am Sonntag ab 20 Uhr mit der Jubiläumsparty zum „8zigschde“ mit DJ Chris feiern. Zur Anfahrt aufs Festgelände gibt’s Sonderbuslinien (erstmals auch von Schönbrunn), die „Frischling“-Neckarfähre und Parkplätze entlang der B 37, am Neckarlauer sowie in der Tiefgarage am Leopoldsplatz. Umleitungsschilder wegen der Baustelle am Stadteingang vom Westen her sind aufgestellt; Hinweise selbst im Innenstadtbereich lotsen zu Anlegestelle und Festgelände.


Souvenirs zum Kuckucksmarkt

Herzen, Krug, Pin, Aufkleber

Foto: Martina Weyrauch

(mawe) Allerhand Souvenirs bietet die Tourist-Info anlässlich des 80. Kuckucksmarkts an. Neben dem bekannten kleinen Krug zum Umhängen und einem Herz zum Anstecken, gibt es neu im Sortiment einen Pin und einen Aufkleber sowie ein Lebkuchenherz. Während man das essbare Herz erst am Kuckucksmarkt (Freitag, 28. August, bis Dienstag, 1. September) an zwei Süßwarenständen vor Ort kaufen kann, gibt es die anderen Souvenirs bereits jetzt in der Tourist-Info im Rathaus. Alles ist aber auch noch am Kuckucksmarkt erhältlich, im Marktbüro und an vielen Ständen.

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 31. Juli 2015 - Martina Weyrauch


Zum 80. gibt’s ein Nostalgie-Riesenrad und mehr Feuerwerk

Eberbacher Kuckucksmarkt: Fünf Tage buntes Programm auf dem Festplatz in der Au – 111 Händler und Schausteller – Familientag und Kinderfest

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 17. Juli 2015 - Martina Weyrauch

Der erstmals im Jahr 1929 veranstaltete Eberbacher Kuckucksmarkt feiert in diesem Jahr seine 80. Auflage. Da er in den Jahren 1939 bis 1945 nicht durchgeführt wurde, mussten die Eberbacher etwas länger auf dieses Jubiläum warten. Dafür gibt es laut dem Leiter der Tourist-Info Tobias Soldner und Mitarbeiter Bernhard Walter, die diese Woche gemeinsam mit Bürgermeister Peter Reichert das Programm von Freitag, 28. August, bis Dienstag, 1. September, vorstellten, einige Änderungen und Besonderheiten.

Das Wichtigste: Es gibt wieder ein Riesenrad auf dem Festgelände in der Au. Zwar kein richtig riesiges, aber immerhin ein 20 Meter hohes Nostalgie-Riesenrad mit 16 Gondeln. Ein großes Riesenrad kommt laut Soldner nicht nach Eberbach, weil die Dauer von fünf Tagen einfach zu kurz ist. „Es sind die Fahrgeschäfte, die den größten Aufwand haben und die Spritkosten sind enorm. Der Ertrag wäre gleich Null.“ Die meisten der großen Riesenräder stünden fest auf Märkten, viele auch unbenutzt in Hallen, da jede Auffahrt einen Verlust darstelle. Ohne Sponsoren wäre auch das Nostalgie-Riesenrad nicht nach Eberbach gekommen. So aber haben sich die Distelhäuser Brauerei und Getränke Knopf an den Kosten beteiligt und das Rad kann gegenüber dem Biergarten des großen Festzeltes gestellt werden.

Offiziell eröffnet wird der Kuckucksmarkt von Bürgermeister Peter Reichert und unter Mitwirkung des Fanfarenzuges am Freitag um 18 Uhr im großen Festzelt. Besonders freut sich das Stadtoberhaupt darauf, an diesem Tag auch eine Abordnung aus der Partnerstadt Ephrata/USA begrüßen zu können.

Bereits davor, von 15 bis 19 Uhr, ist Familientag mit ermäßigten Preisen und Angeboten angesagt. Insgesamt werden 111 Schausteller und Händler präsent sein. Darunter drei Zelte, acht Ausschankbetriebe, sieben Fahrgeschäfte, zehn Eis- und Süßwarenbuden, 16 Imbissstände, neun Spielstände und 58 Händler. Neben der DLRG, die wie immer in ihrem Heim an der Neckarfähre bewirtet, ist an Vereinen die KG Kuckuck dabei. Die Karnevalisten bauen wieder ihr großes Mostzelt auf. „Sie sind Namensgeber des Kuckucksmarkts und haben ein Sonderrecht“, sagt Soldner.

Im Mostzelt wird auch einiges geboten: Am Freitag gibt’s ab 19 Uhr Stimmungsmusik mit Stefan Schirmer, am Samstag und am Sonntag ab 19 Uhr (Sonntag auch noch um 11 Uhr) Unterhaltungsmusik mit Werner Schifferdecker, am Montag um 19 Uhr steigt „Lungos Karaoke Party“ und am Dienstag spielen um 19 Uhr „Sunny Side Up“.

Auch im großen Festzelt wird an allen Tagen Programm geboten. Freitags nach der Eröffnung, zu der die ersten 1000 Besucher ein Freigetränk erhalten, spielt die „SF-Band Schwarzach“. Samstags musizieren das „Nibelungen Duo“ (11 Uhr) und ab 19 Uhr „Kraichgau Bengel und Denise“. Sonntags gibt’s Frühschoppen mit der Trachtenkapelle Mückenloch, Freikarten für das Riesenrad werden verlost, ab 15 Uhr präsentiert die „Landsmannschaft der Donauschwaben Mosbach“ ihren Volkstanz. Ab 18 Uhr steigt ein Trachtenabend mit „Die Filsbacher“. Danach kämpfen Eberbacher Vereine um die Krone der Bierzelt-Könige.

Freuen sich auf den 80. Kuckucksmarkt im Festgebiet in der Au: Bürgermeister Peter Reichert (2.v.l.), Tobias Soldner (Mitte) und Bernhard Walter (l.) von der Tourist-Info sowie zwei der Sponsoren des großen Volksfestes, Festwirt Gerhard Rebscher und Roland Brandt von der Distelhäuser Brauerei. Foto: Weyrauch)

Am Montag musiziert zum „Tag der Betriebe“ ab 12 Uhr das „Nibelungen Duo“ und ab 19 Uhr spielt die Feuerwehrkapelle Beerfelden. Am Dienstag ist Seniorennachmittag mit dem Seniorenblasorchester Bad Friedrichshall und ab 19 Uhr stehen die Party-Gaudi-Profis „Die Steinsberger“ auf der Bühne.

Im dritten Zelt, dem Braumeister-Zelt, gibt’s am Freitag und Sonntag (jeweils ab 20 Uhr) Party mit DJ Chris, Samstag und Dienstag mit DJ Fit-For-Fun, am Montag steigt eine Neon-Party. Am Montag ab 14.30 Uhr wird es im Stadion „In der Au“ wieder bunt und laut: Das Kinderfest lockt mit Spielstationen. Zu gewinnen gibt’s von Marktbeschickern gestiftete Preise.

Am Dienstag treffen sich ab 9.30 Uhr Landwirte der Umgebung, um bei der Fleckviehrinderschau ihr Vieh bewerten und die besten Rindviecher auszeichnen zu lassen. Außerdem hat auch der Heilkräutergarten gegenüber dem Auftriebsplatz geöffnet; allerdings nur für Besucher, nicht für die Rindviecher.

Zum Abschluss am Dienstagabend um 22 Uhr steigen wieder viele Raketen und Krachen gen Himmel: Das Musik-Brillant-Höhenfeuerwerk soll laut Soldner soll zum Abschluss des 80. Kuckucksmarktes noch etwas verlängert werden.

Die Fähre Frischling wird im Einsatz über den Neckar sein sein und die Stadtwerke bieten einen Sonderfahrplan zum Festgelände. Außerdem gibt’s allerhand Souvenirs mit dem Kuckucksmarkt-Logo zu kaufen.


Wo der Kuckuck den Most holt

Kuckucksmarkt: Zum 80. Mal das Eberbacher Fest der Feste

Eberbacher Zeitung / Rhein-Neckar-Zeitung vom 15. August 2015 - Rainer Hofmeyer

Es musste genau nachgerechnet werden. Zwar ist der Kuckucksmarkt schon vor 86 Jahren zum ersten Mal veranstaltet worden. Da er aber während des Zweiten Weltkrieges ausfiel, kommt er erst in diesem Jahr auf die runde Zahl 80. Das Marktjubiläum Ende August wollen die Eberbacher dieses Jahr ganz besonders feiern.

Von 4. bis 6. Oktober 1929 wurde der erste Kuckucksmarkt veranstaltet. Mit dem neuen Fest sollte der neue Aufschwung für die Stadt beginnen. Eberbach hatte 1924 das Badische Bezirksamt verloren und war in der regionalen Bedeutung nach unten gerutscht. Mit dem Jahrmarkt erhoffte man sich eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung und Impulse für Handel und Fremdenverkehr. Gleich zur ersten Veranstaltung gab es einen Vergnügungspark, Ausstellungen von Gewerbe und Landwirtschaft sowie einen Viehmarkt.

Bei aller „Sympathie der Landesregierung“ für Eberbach im Gründungsjahr: So einfach konnte man im Badischen keinen Markt ins Leben rufen. Die Eberbacher bezogen sich deshalb auf ein altes Marktrecht aus der Kurpfälzer Zeit. Landesherr Pfalzgraf und Kurfürst Ruprecht II. hatte der Neckarstadt 1394, also 535 Jahre zuvor, einen jährlichen Markt erlaubt, zum Sankt-Ägidius-Tag am 1. September. „Zum Nutzen der Stadt und des Landes“, wie Stadtarchivar Rüdiger Lenz heute in den historischen Unterlagen nachlesen kann. Eberbach war im 14. Jahrhundert noch ein bedeutendes Gemeinwesen und hatte den Sitz einer pfälzischen Vogtei. An den Markttagen hatte jedermann Zutritt zur Stadt, freies Geleit drei Tage vor und nach dem Markt - „Diebe und Mörder ausgenommen“.

Die gewünschte Neuauflage wurde von der badischen Verwaltung genehmigt. Die Geschichte vom gerichtsnotorischen Kuckucksmahl von 1604 in Neckarwimmersbach half bei der Namenswahl. Da hatten sich die Eberbacher den Spottnamen „Kuckucksfresser“ eingefangen. Die Eingebung mit dem „Kuckuck“ hatte der Verkehrsverein, der Vorläufer des heutigen Bürger- und Heimatvereins. Durch die Selbstironie war gleich auch die fremde Häme an den Eberbachern vergangen.

Der Kuckucksmarkt ist inzwischen an seinem dritten Standort und läuft über fünf Tage. Früher zog sich die Veranstaltung teilweise sogar über zwei Wochenenden. Vom Startschuss 1929 bis zum Ausbau der Uferstraße zur B 37 war das Festgelände am Lauer. Es gab ein riesengroßes Bierzelt, Box- und Varieté-Buden, aus Tannenstämmen gezimmerte Bier- und Weinbuchten, Kettenkarussell und Geisterbahn.

Gemütlich am zweiten Standort: Verkaufsstände zwischen Bundesstraße und Dr.-Weiß-Schule im Jahr 1973. Foto: Rainer Hofmeyer

Der letzte Markt vor dem Weltkrieg war 1938. Dieses Mal ohne Viehschau: Es herrschte Maul- und Klauenseuche. Dann hatten die Eberbacher sieben Jahre lang keinen Grund zu feiern. Erst 1946 ging es, mit zwei Wochenenden, wieder weiter. Die Chronik verzeichnet für den Neustart einen schwachen Verlauf und genauso schwachen Gewinn. Keiner wolle mehr Lose kaufen, klagten die Marktleute. „Die Deutschen wollen keine Gewehre mehr in die Hand nehmen“, stöhnten die Schießbudenbesitzer: In einem alten Eberbacher Notizbuch findet sich eine andere Erklärung für die Zurückhaltung: „Wer bringt denn seiner Herzensdame eine selbst geschossene Papierrose vom Kuckucksmarkt mit?“ Im folgenden Jahr ging es besonders lange rund: 1947 dauerte der Markt neun Tage am Stück.

Mit dem Baubeginn der Uferstraße war der riesige Festplatz am Lauer weg. Also zog der Markt 1958 in die enge Altstadt und ihre nähere Umgebung. Das große Festzelt stand zuerst bei der Turnhalle an der Neckarbrücke. Die Fahrgeschäfte wurden anfangs überwiegend im Hof der Dr.-Weiss-Schule aufgebaut. Die Altstadtfront bot zum Kuckucksmarkt ein eindrucksvolles Bild. Lichterketten und Verkaufsbuden strahlten ein angenehmes Licht. Auf der gegenüberliegenden Neckarseite blinkte eine Leuchtreklame ihr doppeltes „Kuckuck“. Die Verkäufer standen zwischen „Krone-Post“ und Neckarbrücke. Ein „billiger Jakob“ verkaufte schreiend seine Waren. Das Einkaufspublikum kam vornehmlich vom Winterhauch, dem Kleinen Odenwald und dem Neckartal bis rauf nach Heilbronn.

Eberbach hatte selbst drei Schausteller, die den Kuckucksmarkt bereicherten. Heil, Frank und Retzbach: Autoscooter, Schießbude und Verlosung wurden von diesen heimischen Unternehmen im Wechsel betrieben. Eine weitere Eberbacher Galanummer war das Zelt von Küfer Helm mit seinem Weinbrunnen. Der handgeschnitzte Brunnen steht heute im heimischen Küfereimuseum.

Ebenso im Innenhof der Dr.-Weiß-Schule im Jahr 1973. Foto: Rainer Hofmeyer

Im Festzelt floss exklusiv nur das „Eberbacher Rosenbräu“, vertraglich garantiert und persönlich ausgeschenkt vom Eigner der „Rosenbrauerei“, Karl Knauber. Mitte der 1960er-Jahre übernahmen Bürger und Stadtverwaltung für mehrere Märkte den Zeltbetrieb – zugunsten der „Stiftung Altersheim“. Die Eberbacher feierten ihr Fest stets bis in die Puppen. Offizieller Schluss insbesondere im großen Zelt war um zwei Uhr nachts.
Wo der Kuckuck den Most holt: Einen Rausch mit vergorenem Apfelsaft kann man sich seit über 40 Jahren im Zelt der KG Kuckuck besorgen. Noch einmal gerückt wurde nach dem Bau der Turnhalle der Dr.-Weiss-Schule. Das Festzelt wanderte eine Etage tiefer in den Schulhof. Die Fahrgeschäfte
wichen auf den Parkplatz Grüner Baum und den Leopoldsplatz aus. Rund 2 000 Gäste hatten beim berühmten Festwirt Paul Langlotz Platz. Die „Kornkammer Buam“ aus Kornwestheim spielten ab 1970 - eine richtig große Blaskapelle.

Der Rückbau des Hochwasserleitdammes an der Brücke brachte vorübergehend noch etwas zusätzliche Fläche. Dann gab es andere Probleme: In den 1970er-Jahren begannen die Schulferien in den Bundesländern zu rollieren. Lagen die Ferien in Baden-Württemberg nicht günstig am August-Ende, stand der Schulhof für Fahrgeschäfte und Buden nicht zur Verfügung. In der Innenstadt platzte der Markt zudem aus allen Nähten. Eine Lösung wurde gesucht. Das Altstadtfest zur Feier 750 Jahre Eberbach fand 1977 so großen Anklang, dass man eine solche Veranstaltung jedes Jahr wollte. Das brachte die rettende Idee: Eine zusätzliche Veranstaltung im Zentrum, andererseits der Kuckucksmarkt ab 1981 auf die linke Neckarseite. Ausdehnungsmöglichkeiten am neuen Platz in der Au waren jetzt genug vorhanden. Alt- und Innenstadt wurden zu Kulissen für den neuen „Eberbacher Frühling“.

Das Festprogramm des Kuckucksmarkte hat Tradition. Freitags Eröffnung mit Fassanstich im Festzelt. Drei Böllerschüsse, wie eh und je auch heute. Dann früher volle Bankreihen im Zelt bis weit nach Mitternacht. Dasselbe Bild auch am Samstag. Sonntags Frühschoppen mit der großen 33. US-Army-Band aus Heidelberg, nachmittags verkaufsoffene Geschäfte in der Innenstadt - Eberbachs Straßen waren übervölkert.

Montagmorgens war schon immer „Tag der Eberbacher Betriebe“. Ehedem war das Zelt zu dieser Zeit brechend voll. Die Handwerker nahmen eine Auszeit, die Meister saßen mit ihren Leuten beim Bier, die beiden großen Eberbacher Baufirmen machten frei. Nachmittags das Kinderfest, in der Au: Sackhüpfen, Eierlaufen, Baumklettern - wie heute.

Großtiermärkte gab es von Anfang an. 1946 wurden Ziegen vorgeführt, 1947 eine Pferdeschau veranstaltet. Die Fleckviehschau am Dienstag ist heute ein Eberbacher Markenzeichen. Sie war schon einmal ausgelagert an den Jahnplatz, jetzt ist sie wieder beim Festgelände. In der 1950er-Zeit wurden sogar Ausstellungen für landwirtschaftliche Maschinen veranstaltet. Zum Abschluss des Kuckucksmarktes stets das große „Brillant-Feuerwerk“. 1947 freute sich Eberbach so sehr über sein Volksfest, dass sogar an beiden Markt-Sonntagen ein Feuerwerk gezündet wurde. Wenn die „Kuckuck-Kuckuck“-Leuchtreklame beim Schwimmbad ausging, wusste man, dass das Feuerwerk gleich gestartet wurde. Heute fliegen und knallen die Raketen im Einklang mit Musik.

Zeitenwandel. Rund um den Kuckucksmarkt hat sich nach dem Umzug in die Au so einiges geändert. Die ganz so breite Begeisterung von heimischer Bevölkerung und im Umland ist verloren gegangen. Der Marktbesuch ist offenbar kein Muss mehr wie früher. Vor allem die Anziehungswirkung des großen Zeltes hat nachgelassen. Verschärfte Promilleregeln im Straßenverkehr haben hier schon einen Einfluss.

Inzwischen gibt es ein Marktbüro mit Standort direkt am Festplatz. Genügten dereinst zwei, drei Polizeibeamte, um einer größeren Schlägerei im Festzelt Herr zu werden, ist die Polizei jetzt mit fester Wache und Verstärkung direkt in der Nähe. Dazu marschiert noch eine Security auf, um die Marktregeln durchzusetzen und den Zugang zu kontrollieren. Freies Geleit und ungehinderten Zutritt zum Eberbacher Markt wie 1394 unter Pfalzgraf Ruprecht II. kann man heute nicht mehr einfordern. Nach 621 Jahren ist eben nicht alles friedlicher geworden.


KUCKUCKSRUF

Elfenbein aus Eberbach

Rhein-Neckar-Zeitung - vom Samstag, 15. August 2015. Von Rainer Hofmeyer

1936 hatten die Organisatoren des drei Tage dauernden Kuckucksmarkts eine besondere Idee, die heutzutage schon an Artenschutzverboten scheitern würde: Es wurde ein wertvoller Anstecker verkauft, geschnitzt aus Elfenbein. Am 4. September 1936 wurde das Schmuckstück vorgestellt; „von Eberbacher Elfenbeinschnitzern hergestellt“, sagt das Geschichtsblatt. Elfenbeinschnitzer in Eberbach? Da gab es bei den Kennern Zweifel. Eberbach ist schließlich keine Elfenbeinstadt. Es könnte sich womöglich um einen Schreibfehler handeln. In der Neckarstadt hatte man sich mehr der Holzschnitzerei und Steinmetzkunst verschrieben. Elfenbeinschnitzer waren eher im nahegelegenen Erbach im Odenwald zuhause.
Das Stadtarchiv konnte die Zweifel beseitigen und den Eintrag im Geschichtsblatt bestätigen: Es gab tatsächlich 1936 eine Elfenbeinschnitzerei in Eberbach. Sie residierte am Neuen Markt 11 im Hinterhaus. Johann Hieronymus war der Experte, wohnen tat er in der Oberen Badstraße 22. Hieronymus war sogar Elfenbeinschnitzer-Meister. Aufgeführt ist er im „Verzeichnis der selbständigen Einwohner des Kreises Mosbach und der Stadt Eberbach“ von 1936. Den Meistertitel hatte sich Hieronymus allerdings in Erbach erarbeitet, wie eine Nachfrage bei seiner noch lebenden Tochter ergab.
Der Kuckucksmarkt von 1936 war übrigens „ein voller Erfolg“, wie die Stadtgeschichte vermerkt. Über 10000 Marktbesucher wurden geschätzt. Vielleicht lag der gute Zuspruch am Festabzeichen aus Elfenbein. Nur: Ein Exemplar davon lässt sich heute leider nicht mehr finden.
                               


Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Eberbacher Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Gäste,

Es ist wieder soweit: Am letzten August-Wochenende feiern wir Eberbacher unseren KUCKUCKSMARKT – und in diesem Jahr findet er zum 80. Mal statt!

Die Verantwortlichen der Stadt haben im Jahre 1929 beschlossen, auf einen alten Brauch zurückzugreifen und jährlich nur noch einen Markt abzuhalten. Nun musste man diesem Markt einen Namen geben. Man besann sich auf den Kuckucksprozess im Jahre 1604 und deshalb erhielt der Markt den Namen "Kuckucksmarkt".  

Das größte Volksfest in der Umgebung erfreut sich großer Beliebtheit und zieht immer wieder tausende Besucher von nah und fern in die Stadt. In den Kriegs- und Nachkriegsjahren musste der Markt einige Male ausfallen, weswegen wir nun in diesem Jahr den 80. Kuckucksmarkt feiern, obwohl er in Jahren gesprochen schon 86 wäre.

Auch der 80. Eberbacher Kuckucksmarkt wird wieder Anziehungspunkt für viele Besucher aus nah und fern sein. Damit die auswärtigen Gäste auf das Auto verzichten können, ist eine bequeme Anreise mit der S-Bahn RheinNeckar oder der Odenwaldbahn möglich. Noch dazu gibt es einen Bus- und Fährbetrieb von der Innenstadt zum Festgelände am südlichen Neckarufer in der Au.  Erstmals in diesem Jahr bietet die Nachbargemeinde Schönbrunn mit Ortsteilen freie Fahrten zum Kuckucksmarkt an. (siehe Fahrplan)

Den Besucher des Kuckucksmarktes 2015 erwartet eine Fülle von Vergnügungsmöglichkeiten für Jung und Alt, für Leib und Seele und einige Besonderheiten zum 80. Jubiläum. Diese entnehmen Sie bitte der weitverstreut aufgelegten Kuckucksmarkt-Broschüre (1,1 MB).

Das große Festzelt bietet kulinarische Köstlichkeiten und Bierspezialitäten aus der Region, das „Moschdzelt“ der KG Kuckuck ist Treffpunkt für Jung und Junggeblieben - Essen, Trinken und beste Unterhaltung laden zum Verweilen ein, im Partyzelt Braumeister brennt abends die Luft, Kinderfahrgeschäfte freuen sich auf die kleinen Marktbesucher, rasante Fahrgeschäfte sind ein toller und nicht alltäglicher Spaß für alle, die sich trauen. Traditionelle Markthändler bieten ihre zum Teil außergewöhnlichen Waren an, zahlreiche Versorgungsstände locken mit Spezialitäten aus aller Herren Länder und nicht zuletzt erfreuen die Spielgeschäfte wie Ballwerfen, Pfeilwerfen, Scheibenschießen uvm. die Besucherinnen und Besucher auf dem Marktgelände.  

Eine besonders schöne Tradition ist es, dass die Schausteller und Markthändler jedes Jahr zum Gelingen des Kinderfestes einen entscheidenden Beitrag leisten, indem sie Preise spenden. Auch beteiligen sie sich an den Kosten für das Feuerwerk. Sie verdienen den Dank aller kleinen und großen Besucher.

Wenn viele Menschen auf einmal kommen, dann wird es eng in der Neckarstadt. Deshalb ist es ratsam, sich nicht darauf zu verlassen, einen der Parkplätze beim Marktgelände zu ergattern, sondern lieber das Auto vorher abzustellen und öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Es bietet sich neben den Sonderfahrten der Busse  die Fähre über den Neckar an. Wer also das große Parkplatzangebot im Kernstadtbereich diesseits des Neckars nutzen möchte (z.B. Tiefgarage Leopoldsplatz, B 37, Neckarlauer, Güterbahnhofstraße) kann sich übersetzen lassen und landet direkt auf dem Kuckucksmarktgelände.

Herzlichen Dank sei schließlich allen gesagt, die – jeder auf seine Weise - zum Gelingen des Marktes beitragen. Eröffnen Sie mit mir gemeinsam den 80. Eberbacher Kuckucksmarkt – die ersten 1.000 Besucher erhalten ein Freigetränk.

Auf nach Eberbach und allen Besucherinnen und Besuchern ein herzliches Willkommen! 

Ihr

Peter Reichert
Bürgermeister


Programm 2015

Freitag, 28. August

Der Eberbacher Kuckucksmarkt beginnt auch in diesem Jahr mit einem Familien-Nachmittag. Zur Eröffnung am Freitag gibt es 4 Stunden lang ganz besondere Angebote. In der Zeit von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr bieten viele Fahrgeschäfte vergünstigte Fahrpreise, Spiel-Stände locken mit Sonder-Aktionen und an so manchem Stand winken attraktive Schnäppchen.


Um 18 Uhr eröffnet Bürgermeister Peter Reichert mit dem traditionellen Fassanstich unter Mitwirkung des Fanfarenzuges der Stadt den 80. Eberbacher Kuckucksmarkt. Ganz besondere Gäste darf er an diesem Tag auch begrüßen. Und zwar eine Abordnung aus der Partnerstadt Ephrata/USA die mit ca. 45 Personen einige Tage in Eberbach weilt. Die ersten 1.000 Besucher können sich über einen Freigetränk-Gutschein freuen. Im Anschluss unterhält die „SF-Band Schwarzach“ die Festbesucher.

Im Mostzelt ist „Stefan Schirmer“ ab 19.00 Uhr für Unterhaltungsmusik zuständig und im Braumeister-Zelt legt DJ Chris zur „Großen-Eröffnungs-Party“ auf.

Samstag, 29. August

Am Samstag, 29. August geht es im großen Festzelt ab 11.00 Uhr zünftig mit dem „Nibelungen Duo“ los. Ab 19.00 Uhr starten dann am selben Ort die „Kraichgau Bengel und Denise“ durch. Die Zeltpartyband präsentiert die beste Partymusik immer gut gelaunt, frech und doch charmant. Eben der perfekte Happysound.

Im Mostzelt ist „Werner Schifferdecker“ ab 19.00 Uhr Garant für gute Unterhaltung.

Eine Stunde später, um 20.00 Uhr ist „Party-Time“ mit DJ Fit-For-Fun im Braumeister-Zelt.

Sonntag, 30. August

Der Sonntag beginnt im großen Festzelt mit einem reichhaltigen Programm, das den ganzen Tag für Stimmung und Unterhaltung sorgt. Gestartet wird ab 11.00 Uhr mit einem musikalischen Frühschoppen. Begleitet wird dieser von der „Trachtenkapelle Mückenloch“, die bis gegen 14.30 Uhr aufspielt.

Dazwischen, um 13.00 Uhr, werden 80 Freifahrtkarten für das zum Jubiläum aufgebaute Nostalgie-Riesenrad verlost. Teilnahmekarten gibt es ab Mitte Juli in der Tourist-Info im Rathaus und während des Kuckucksmarkts im Marktbüro sowie im großen Festzelt.

Ab 15.00 Uhr präsentiert die „Landsmannschaft der Donauschwaben“ aus Mosbach traditionellen Volkstanz in landestypischer Tracht.

Gegen 18.00 Uhr geht es dann mit dem großen Trachtenabend im Festzelt weiter. Jede Besucherin oder Besucher, die in Tracht erscheinen, erhalten ein Freigetränk. Die aus Funk und Fernsehen bekannte Band  „Die Filsbacher“ sorgen für beste Festzeltstimmung. Und damit dieser Abend eine Riesen-Gaudi wird, kämpfen beim erstmalig zum Jubiläum ausgetragenen Bierzeltwettbewerb Mannschaften aus den Eberbacher Vereinen um die Krone der Bierzelt-Könige. Als Hauptpreis gibt es eine Sommerparty mit Essen und Trinken für 20 Personen zu gewinnen. Der 2. Platz wird mit einem Essen & Trinken für die Mannschaft in einer Eberbacher Gaststätte belohnt und die Drittplatzierten dürfen sich über 30 Liter Freibier freuen.

Für die vier Disziplinen – Maßkrugstemmen, Bierkrugcurling, Wettnageln und Wettsägen – können sich ab sofort Mannschaften (5 Personen) der Eberbacher Vereine unter kuckucksmarkt@eberbach.de  anmelden.

Im Mostzelt setzt sich ab 19.00 Uhr das musikalische Unterhaltungsprogramm mit „Werner Schifferdecker“ fort und bei der „Jubiläumsparty zum 8zigschde“ legt DJ Chris ab 20.00 Uhr für die Feierfreudigen im Braumeister-Zelt auf.

Montag, 31. August

Am Montag ab 14.30 Uhr wird es im Stadion „In der Au“ bunt und laut: Das Kinderfest lockt die Kleinen, sich bei den Spiele-Stationen zu betätigen und einen von den Marktbeschickern gestifteten Preis zu gewinnen.

Bereits ab 12.00 Uhr spielt das „Nibelungen Duo“ zum Tag der Betriebe im Festzelt.

Feuerwehrkapelle Beerfelden

Unterhaltungsmusik ist ab 19.00 Uhr im Festzelt angesagt: die „Feuerwehrkapelle Beerfelden“ bringt Stimmung ins Zelt, während im Mostzelt um 19.00 Uhr „Lungo´s Karaoke Party“ und im Braumeister-Zelt die Neon-Party mit DJ Chris steigt.

Dienstag, 1. September

Der Tag beginnt mit einem der außergewöhnlichsten Programmpunkte: Ab 9.30 Uhr treffen sich Landwirte aus der Umgebung, um bei der Fleckviehrinderschau ihr Vieh bewerten und die besten Rindviecher auszeichnen zu lassen.

Zum wiederholten Mal findet im großen Festzelt der Senioren-Nachmittag statt. Von 12.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr werden die Senioren mit beschwingter Musik des „Seniorenblasorchesters Bad Friedrichshall“ unterhalten sowie mit speziellen Angeboten an Speisen, Getränken und Kaffee & Kuchen verwöhnt.

Die Steinsberger

Um 19.00 Uhr setzen „Die Steinsberger“ den Schlusspunkt unter das umfangreiche Kuckucksmarkt-Programm im Festzelt.

Im Mostzelt spielt ab 19.00 Uhr das Akustik-Duo „Sunny Side Up“. Unter dem Motto: „Zwei Stimmen -  Zwei Gitarren“ sagen Nicole Guida und Sven Wittmann Tschüss zum 80. Eberbacher Kuckucksmarkt.

Etwas lauter wird es zum Schluss im Braumeister-Zelt. DJ Fit-For-Fun legt ab 20.00 Uhr die Hits der 80er und 90er auf.

Um 22.00 Uhr steigen wieder unter vielen „Ahs“ und „Ohs“ die Raketen und Kracher gen Himmel: Das MUSIK-BRILLANT-HÖHENFEUERWERK verkündet: Der 80. Eberbacher Kuckucksmarkt  geht zu Ende. Die Musik zum Feuerwerk ist dann aus den Lautsprechern der großen Fahrgeschäfte auf dem Festgelände zu hören.

Nostalgie-Riesenrad

Bernd Nier, Kassel
Gemächlich dreht sich das Rad gegenüber dem großen Festzelt. Bei einer Gesamthöhe von 20 Metern hat man aus den 16 Gondeln einen schönen Blick auf das Festgelände und die Umgebung.


G-Force

Kollmann GmbH, Markt Indersdorf
120° Schaukelwinkel, 23 Meter Höhe und die richtige Mischung aus Dreh- und Schaukelschwung machen diese Attraktion zu einem besonderen Flug-Spaß.


Parkour

Andreas Aigner, München
Dieses weltweit einzigartige Fahrgeschäft mit Suspended-Gondeln - sie garantieren 100% Beinfreiheit - ist mit 23 Metern Durchmesser und einer Höhe von 14 Metern eine absolute Spaßgarantie für alle Altersgruppen.

Leider musste der Parkour zwei Tage vor Marktbeginn wegen einem Hydraulikproblem abbauen. Dies war eine große Herausforderung das Ungetüm mit 28 Metern Länge und rund 80 Tonnen mitten in der Nacht aus dem bereits komplett aufgebauten Marktgelände zu bugsieren. Aber alles ging gut und es konnte kurzfristig ein Ersatz beschafft werden. Das von Anré Roder erst vor kurzem gekauften "Hupferl" .


„Dschungel Train“

Edeltrud Blum, Heidelberg
Dieses einmalig gebaute Karussell mit seiner Sonder-Ausstattung und den Raubkatzenwagen ist eine absolute Besonderheit und war schon oft in Eberbach zu Gast.

„Carat 2000“

Autoscooter der Firma Weber KG aus Stuttgart
DER Treffpunkt für die Jugend. Auf einer Fahrbahnfläche von fast 400 qm und mit heißen Sounds ist jede Menge Spaß und Unterhaltung garantiert.

Kinderwelt

Wilhelm Henn, Kaiserslautern.
Das Fahrgeschäft für die Kleinen. Hier dürfen die Kinder ihre Runden im Stapler, Kranwagen, Feuerwehrauto oder Hubschrauber drehen. Und die Erwachsenen erinnern sich bei diesem Anblick an Ihre Lieblingsfahrzeuge aus vergangenen Zeiten.

Babyflug Kindertraum

André Roder, Karlsruhe
Das Kinderfahrgeschäft für alle Kleinen, die hoch hinaus wollen.

Da André Roder mit dem "Hupferl" für den "Parkour" eingesprungen war, übernahm Karl Traber mit dem baugleichen "Babyflug" dessen Position.


Wetter

Wetter in Eberbach
10 °C
vereinzelt Schauer
Wind S 6 km/h
Vorhersage für Freitag
Schauer
9 °C16 °C

Vorhersage für Samstag
Schauer
8 °C17 °C